Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Goetel will 2018 deutlich wachsen
Nachrichten Wirtschaft Regional Goetel will 2018 deutlich wachsen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:00 22.12.2017
Goetel verlegt nun auch für Privatkunden Glasfaserkabel bis in die Wohnung: Geschäftsführer Silas Bittmann. MIC Quelle: Michael Caspar
Anzeige
Göttingen

„Je weiter die Digitalisierung voranschreitet, um so größere Datenmengen müssen transportiert werden“, sagt Silas Bittmann, der seit November Goetel-Geschäftsführer ist. Damit werde ein eigener Glasfaseranschluss bis ins eigene Unternehmen oder in die eigene Wohnung immer wichtiger. Solche Anschlüsse habe Goetel für die meisten seiner 500 Geschäftskunden verlegt. Nun würden an das bereits bestehende, 60 Kilometer lange Goetel-Glasfasernetz auch Privatpersonen angeschlossen.

Zahl der Geschäftskunden soll verdoppelt werden

„Adiuva Capital sieht in diesem Markt ein großes Potenzial“, berichtet Volker Huber, der Bittmann in der Geschäftsführung unterstützt. Noch an zwei weiteren regionalen Telefon- und Internetanbietern seien die Hamburger beteiligt: BTN in Bonn und Soco in Düren – weitere sollen folgen. In Deutschland müssten in den kommenden Jahren 300 Milliarden Euro investiert werden, um alle Haushalte ans Glasfasernetz anzuschließen.

„In Göttingen wollen wir in den kommenden vier Jahren die Zahl unserer Geschäftskunden verdoppeln“, kündigt Huber an. Geschäftskunden würden nun neben Internet, Telefonie und Standortvernetzung weitere Angebote gemacht. So könnten Firmen künftig Daten auf Goetel-Servern ablegen oder das Goetel-Rechenzentrum als Telefonanlage nutzen. „Außerdem wollen wir 5000 bis 10000 Privatkunden gewinnen, denen wir die Glasfaserleitungen bis ins Haus legen“, erklärt Huber. Die sei im Stadtgebiet und in angrenzenden Gemeinden möglich. Im ländlichen Raum sei Goetel auf Fördergelder angewiesen, da sich die Netze sonst kaum wirtschaftlich betreiben ließen. Auch im Landkreis Northeim gebe es erste Projekte. So biete Goetel 1000 Haushalten in vier Dörfern der Gemeinde Hardegsen Glasfaseranschlüsse an.

20 neue Mitarbeiter in 2018 – räumlicher Umzug geplant

„Allein 2018 planen wir Investitionen in Höhe von mehreren Millionen Euro“, sagt Huber. Das Geld sei „nicht der begrenzende Faktor“. Um die Kosten trotzdem nicht in die Höhe schießen zu lassen, sei – wie bisher – eine enge Zusammenarbeit mit Stadtwerken, weiteren Versorgern sowie Wohnungsbaugenossenschaften geplant. „Um die Mehrarbeit zu bewältigen, stellen wir neue Mitarbeiter ein“, sagt Bittmann. 2018 könnte die Belegschaft auf 40 Mitarbeiter verdoppelt werden. Gesucht würden IT- und Server-Spezialisten, Netzwerktechniker sowie Mitarbeiter für Kundenservice und Vertrieb. Fünf neue Kollegen würden bereits im Januar ihre Tätigkeit aufnehmen; 2018 sollen drei neue Auszubildende hinzukommen. Im zweiten Quartal will Goetel in größere Räume umziehen.

„Mit dem Einstieg der Adiuva Capital zieht sich der Firmengründer Hans-Joachim Kray, der noch eine Minderbeteiligung hält, nach und nach aus der Geschäftsleitung zurück“, berichtet Huber. Kray sei bisher nichts ins Privatkundengeschäft eingestiegen, weil sich dort Investitionen oft erst nach zehn Jahren rechneten. Bei Geschäftskunden, mit denen sich andere Umsätze realisieren ließen, gehe das schneller.

Von Michael Caspar

Das Magazin „Focus Business“ hat in Kooperation mit der Arbeitgeberbewertungsplattform „kununu“ die bestbewerteten mittelständischen Unternehmen der DACH-Region 2018 gekürt. Auch vier Firmen aus der Region wurden als „Top-Arbeitgeber“ ausgezeichnet, drei von ihnen aus Göttingen.

21.12.2017

Die Feinbäckerei Thiele stellt sich für die Zukunft auf: Die 48-jährige Katja Thiele-Hann hat mit dem 19-jährigen Lukas Staats und der 31-jährigen Ilna Steinberg die mögliche Unternehmensnachfolge für die Bäckerei ins Boot geholt. Im kommenden Jahr feiert das Familienunternehmen seinen 140. Geburtstag.

24.12.2017

Der Wirtschaftsplan des Studentenwerks Göttingen sieht für das kommende Jahr ein Investitionsvolumen von mehr als 26 Millionen Euro vor. Dies teilte der Stiftungsrat des Studentenwerks mit. Viel Geld soll demnach in den Bereich „Studentisches Wohnen“ fließen.

20.12.2017