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Regional Göttingen: Maddia Schakiri eröffnet Hotel in Kasseler Landstraße
Nachrichten Wirtschaft Regional Göttingen: Maddia Schakiri eröffnet Hotel in Kasseler Landstraße
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18:56 16.04.2014
Im AS Hotel: Schwägerin Daniela und Maddia Schakiri (von links). Quelle: Vetter
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Göttingen

„Die meisten unserer Gäste sind Geschäftsleute, Handwerker und Vertreter“, sagt die 32-Jährige, „es übernachten aber auch Privatleute“. Die Nähe zur Autobahn sei sehr wichtig. Die Zimmer verteilen sich auf drei Etagen. Ein Restaurant gibt es nicht, „wir bieten unseren Gästen aber ein reichhaltiges Frühstück“, so die Geschäftsfrau.

Die geborene Afghanin, die 1989 mit ihren Eltern vor dem Krieg nach Deutschland flüchtete, lernte zunächst Groß- und Außenhandelskauffrau bei Hermann Bach, bevor sie den „Lux-Saalbau“ in Northeim übernahm. Nach acht Jahren verkaufte sie den Veranstaltungsraum wieder und legte eine zweijährige Babypause ein.

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Jetzt sei Tochter Melia (2) groß genug, dass sie sich wieder unternehmerisch betätigen könne. „Die Räumlichkeiten wurden komplett renoviert, teils von Handwerksfirmen, teils von Familienmitgliedern“, berichtet Schakiri. Alles sei neu, unter anderem die Fassade sowie Elektrik, Heizung, Sanitäranlagen, Fußböden, Fenster und Türen.

Nicht mehr in Afghanistan gewesen

Die notwendigen Genehmigungen seien unbürokratisch erteilt worden: „Die Zusammenarbeit mit der Stadt Göttingen und Grones Ortsbürgermeisterin Birgit Sterr verlief ausgezeichnet“, meint die Inhaberin.
Das AS Hotel – AS sind die Initialen von Schakiris Vater Anwar – soll als Familienunternehmen betrieben werden, zwei Schwägerinnen arbeiten mit.

„Eine Teilzeitkraft werde ich noch einstellen“, kündigt Schakiri an. Sie sei seit ihrer Flucht nie wieder in Afghanistan gewesen, erzählt die deutsche Staatsbürgerin, und werde wahrscheinlich selbst zu Besuch niemals dorthin zurückkehren.

Von Hauke Rudolph