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Regional Goldkorn-Insolvenz: Finden die gebuchten Weihnachtsfeiern statt?
Nachrichten Wirtschaft Regional Goldkorn-Insolvenz: Finden die gebuchten Weihnachtsfeiern statt?
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17:00 29.11.2019
Das sich an die Sternwarte in der Geismar Landstraße anschließende Restaurant Kepler wird vorerst weiter betrieben. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Im Verlauf des Insolvenzverfahrens der Göttinger Firma Goldkorn ist inzwischen mit allen betroffenen Arbeitnehmern gesprochen worden. Das versichert der vom Amtsgericht Göttingen bestellte Insolvenzverwalter Peter Staufenbiel auf Nachfrage. „Die Restaurants laufen weiter, die Veranstaltungen werden fortgesetzt“, erklärt der Rechtsanwalt den vorläufigen Werdegang.

Die Firma Goldkorn bietet Catering an und betreibt die Restaurants Lokalneun und Kepler. Vereine oder Firmen, die hier zum Beispiel Weihnachtsfeiern geplant haben, können auf die Realisierung der Veranstaltungen setzen, heißt es. Die Beschäftigten hätten sich bereit erklärt, ihre Arbeit fortzusetzen. Somit können auch Gutscheine eingelöst werden.

Erste Insolvenz der Firma 2016

Zum Unternehmen gehört auch eine Zentrale an der Karl-Grünklee-Straße 22. An allen drei Standorten hat es Betriebsversammlungen gegeben.

Bereits im Jahr 2016 musste Goldkorn Insolvenz anmelden, es gelang im darauffolgenden Jahr aber ein Neustart. Inwieweit das ein zweites Mal möglich sein könnte, will Staufenbiel analysieren. Er werde die Sanierungsaussichten prüfen, betont er. Die Löhne der Mitarbeiter sind für drei Monate über das sogenannte Insolvenzgeld, das auf Antrag von der Bundesagentur für Arbeit gezahlt wird, sicher.

„Inhalte der Verhandlungen vertraulich“

Die vom Tageblatt angefragte Universität Göttingen, die das Restaurant Kepler an den Betreiber Goldkorn vermietet hat, hält sich zur Situation bedeckt. Auf die Frage, bis wann der erst im April dieses Jahres unterzeichnete Mietvertrag für das Kepler laufe, teilt Universitätssprecher Romas Bielke mit: „Vertragsdetails können wir ohne Zustimmung des Vertragspartners nicht nennen.“ Auch auf die Frage, ob die erste Insolvenz Thema in den Vertragsverhandlungen gewesen ist, erklärt er kurz und bündig: „Die Inhalte der Verhandlungen waren vertraulich.“

Wie und ob die Zusammenarbeit mit Goldkorn weitergehen kann, ob das Restaurant geöffnet und der Mietvertrag bestehen bleibe, werde das laufende Insolvenzverfahren zeigen. Prognosen seien schwer zu treffen, es würden aber verschiedene Optionen geprüft.

„Ein Insolvenzrisiko besteht immer“

Mit einer zweiten Insolvenz des Unternehmens sei aus Sicht der Universität nicht zu rechnen gewesen: „Ein Insolvenzrisiko besteht grundsätzlich“, argumentiert Bielke. Er fügt hinzu: „Nach den Regelungen des öffentlichen Vergaberechts können zwar Bieter aufgrund eines laufenden Insolvenzverfahrens ausgeschlossen werden, Unternehmen wegen einer abgeschlossenen Insolvenz auszuschließen, käme jedoch einer Diskriminierung gleich.“

 

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Von Ulrich Meinhard und Britta Bielefeld

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