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Göttingen: Volksheimstätte baut neuen Verwaltungssitz

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10:44 26.04.2021
Ohne Keller geht es auch: Die Volksheimstätte lässt an der Kasseler Landstraße einen neuen Verwaltungssitz bauen.
Ohne Keller geht es auch: Die Volksheimstätte lässt an der Kasseler Landstraße einen neuen Verwaltungssitz bauen. Quelle: Meinhard
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Göttingen

Häuslich niederlassen will sich die Volksheimstätte an der Kasseler Landstraße. Direkt neben dem Gasthaus Rennschuh entsteht der neue Verwaltungssitz der Wohnungsbaugenossenschaft. Das bisherige Domizil an der Godehardstraße entspreche räumlich nicht mehr den Anforderungen, hatte bei der Vorstellung der Baupläne im Ortsrat Grone die Geschäftsführerin Heike Klankwarth erklärt. Das war im Oktober 2019. Danach sind erst einmal zwei ältere, sanierungsbedürftige Wohnblöcke auf dem Areal leergezogen und abgerissen worden. Nach nun fast eineinhalb Jahren wird aktuell das Fundament gelegt. Hat sich an den Plänen von damals etwas geändert?

Keller und zusätzliches Wohnhaus nicht machbar

„An den Plänen, wie sie im Oktober 2019 im Ortsrat Grone vorgestellt worden sind, hat sich etwas geändert“, sagt Klankwarth. Aufgrund der massiven Probleme mit der Tragfähigkeit des Baugrundes seien die Pläne von 2019 angepasst worden. Der Baugrund lasse sowohl ein Gebäude mit Keller und Tiefgarage sowie eine zusätzliche Baudichte mit einem weiteren Gebäude (ein zusätzliches Wohngebäude war geplant) nicht zu. Ansonsten bestehe langfristig die Gefahr einer Beeinträchtigung der Standfestigkeit für die umliegenden Wohngebäude der Volksheimstätte. „Somit wird das Verwaltungsgebäude ohne Keller und Tiefgarage errichtet. Die geforderten notwendigen Stellplätze entstehen oberirdisch im rückwärtigen Teil des Grundstücks“, erklärt die Geschäftsführerin. Parkflächen werde es ausreichend geben. Es seien gesonderte Kundenstellplätze, ausreichend Mitarbeiterstellflächen inklusive Fahrradplätze und Behindertenstellplätze vorhanden.

Platzmangel im bisherigen Verwaltungssitz

Zum Grund des Umzugs sagt sie: „Die Vorteile gegenüber dem aktuellen Verwaltungssitz sind vielfältig. Das jetzige Verwaltungsgebäude im zweiten Obergeschoss wurde aus Platzmangel mehrfach durch einzelne Wohnungen des Nachbargebäudes erweitert. Damit verbunden waren lange Wege über mehrere Etagen, die eine klare Orientierbarkeit für unsere Kunden immer schwieriger werden ließ.“ Der kundenfreundliche Neubau biete nicht nur einen Zugang im Erdgeschoss, auch alle Räume und der gesamte Aufenthalt seien barrierefrei geplant, diverse kleine Besprechungsräume für geschützte Einzelgespräche mit Kunden gedacht. „Wichtig bei der Planung war die Unterbringung von Regiebetrieb und Verwaltung, das heißt alle Mitarbeiter der Volksheimstätte als Team unter einem Dach zu haben. Zurzeit sind sie auf verschiedene Standorte verteilt“, erläutert Klankwarth.

Das energieeffiziente Gebäude biete eine Stromerzeugung durch Photovoltaik, sichere und moderne Gebäudetechnik zudem. „Mit Blick auf die vor uns liegende Digitalisierung eine wichtige Grundlage, um rechtzeitig für die Zukunft gut ausgestellt zu sein. Generell sind mit einem Neubau auf eigenem Grundstück Vorteile in Bezug auf die Instandhaltungs-, Bewirtschaftungskosten sowie die Wertverbesserung beabsichtigt“, stellt Klankwarth klar.

Mitarbeiter sind zuvor befragt worden

Ein weiterer wichtiger Anspruch an das neue Verwaltungsgebäude sei die Umsetzung der Ergebnisse einer Mitarbeiterbefragung sowie gemeinsamer Workshops zu der Frage, wie das Unternehmen in Zukunft arbeiten möchte. Damit verbunden seien zum Beispiel verbesserte Arbeitsplatzbedingungen in Bezug auf den Platzbedarf. Aber auch Ausstattung, Kommunikationsmöglichkeiten, Aufenthaltsbereiche und ähnliches mehr sollen den heutigen Anforderungen an modernes Arbeiten angepasst und für die Zukunft ausgelegt werden.

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„Der jetzige Verwaltungssitz wird zum Teil wieder zu Wohnungen umgebaut, die vermietet werden. Ebenso die Büroräume, hier ist auch ein Verkauf denkbar“, so Klankwarth.

Die bisherigen Aufträge seien „fast ausschließlich“ an Firmen der Region Göttingen vergeben worden. Und gab es coronabedingte Probleme? „Die Corona-Pandemie hat den Baubeginn bisher noch nicht verzögert, doch Lieferengpässe und eventuell damit verbundene Kostensteigerungen kündigen sich an“, schätzt die Geschäftsführerin ein. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für das erste Quartal 2022 vorgesehen.

Von Ulrich Meinhard

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