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Regional Göttingen: Zufall Logistics group ist gut aufgestellt
Nachrichten Wirtschaft Regional Göttingen: Zufall Logistics group ist gut aufgestellt
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00:28 26.04.2014
Von Hanne-Dore Schumacher
Wird sukzessive zwischen Mai und September bezogen: das neue Logistikzentrum von Zufall und Sartorius auf dem Siekanger. Quelle: EF
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Göttingen

Solange das Familienunternehmen in der Lage sei, Investitionen aus dem Cash Flow zu finanzieren, könne es nicht so schlecht stehen, lässt Inhaber Gerd Müller wissen. Sein Kommentar: „Der Laden ist einfach gut aufgestellt.“
Gestern präsentierten Inhaber und Geschäftsführung die Zahlen für 2013, die für die Geschäftsbereiche unterschiedlich ausfielen.

Der Umsatz stieg um ein Prozent auf 271,7 Mio. Euro. Die Zahl der Sendungen stieg im Berichtsjahr um 7,5 Prozent auf 4,1 Millionen. Richtig gut lief es für Zufall mit der Beförderung und Zustellung von eiligen Sendungen in der Nacht. Über das Netzwerk Night Star Express (NSE) erzielte Zufall einen Umsatz von 24,2 Mio. Euro.

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Das entspreche einer Steigerung zum Vorjahr um 33,7 Prozent, erläuterte Geschäftsführer Jürgen Wolpert auf der gestrigen Bilanzpressekonferenz in der Robert-Bosch-Breite 11. Über NSE hat Zufall 1,6 Millionen Sendungen (+32%) transportiert. Insbesondere mit der 2012 neu eröffneten Niederlassung Unna wird die Steigerung begründet.

Einbußen bei Landesverkehren Deutschland

In diesem Segment, das 8,9 Prozent des Geschäftes ausmacht, sieht Geschäftsführer Peter Müller-Kronberg noch reichlich Wachstum. 12 bis 15 Prozent Geschäftsanteil kann er sich hier vorstellen. „Auch im Bereich Logistik hat das Unternehmen, das Niederlassungen in Göttingen, Kassel und Unna betreibt und 1791 Mitarbeiter beschäftigt (550 in Göttingen), zugelegt.

Um 9,5 Prozent auf 34,8 Mio. Euro sei der Umsatz gestiegen. Bei den Landverkehren Deutschland hingegen  mussten die Spediteure 2013 Einbußen hinnehmen. Um 3,7 Prozent auf 103,6 Mio. Euro ging der Umsatz zurück. Leicht über dem Vorjahresniveau lag der Umsatz bei den Landverkehren Europa. Hier erzielte Zufall 71 Mio. Euro (+ 0,4%).

In beiden Bereichen musste das Unternehmen den Wegfall eines nordhessischen Großkunden und damit 4 Mio. Euro Umsatz kompensieren. Von Einbußen im Bereich  Luft- und Seefracht berichtete Geschäftsführer Michael Tillner. Von 28,2 auf 25 Mio. Euro  (-11,4%) sei der Umsatz im Berichtsjahr gesunken. Die Branche leide unter Margendruck, begründete Tillner und kündigte eine Verschiebung zugunsten des Imports an. „Hier werden die Karten neu gemischt.“

Tillner, seit einem Jahr in der Geschäftsführung, kündigt hohe Investitionen im Bereich Transport-Management an. Rund 2 Mio. Euro will das Unternehmen hier bis 2016 aufbringen.
Für 15 Mio. Euro entsteht bis Herbst 2014 ein Lager- und Verteilzentrum im Joint-Venture mit Sartorius auf dem Siekanger. Mit Sartorius erzielt Zufall 3,5 Mio. Euro Umsatz im Jahr. Tendenz steigend.