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Regional Göttinger Arbeitsagentur: Mehr Geld für Gründer
Nachrichten Wirtschaft Regional Göttinger Arbeitsagentur: Mehr Geld für Gründer
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20:42 19.07.2013
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Göttingen

Grund des drastischen Rückgangs ist eine Gesetzesänderung Anfang 2012 gewesen. Seither ist der Zuschuss keine Pflichtleistung mehr. Nun hat die Vermittlung in eine dauerhafte, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung Vorrang. Als zumutbar gelten Stellen in einem Umkreis von 100 Kilometern.

„2012 waren die Vermittlungschancen wegen der guten Konjunktur hoch“, sagt Gudd. In diesem Jahr, wo sich die Wirtschaftslage eingetrübt habe, entschieden die Vermittler bei Anträgen großzügiger. Geändert wurde 2012 auch der notwendige Restanspruch auf Arbeitslosengeld I.

Reichten bis Ende 2011 noch 90 Tage Restanspruch für Gewährung des Zuschusses, sind es seit vergangenem Jahr 150 Tage. „Zuvor hat es Fälle gegeben, wo Arbeitslose den Gründungszuschuss beantragten, um nicht Hartz IV beziehen zu müssen“, berichtet Gudd. Weil der Zuschuss damals eine Pflichtleistung gewesen sei, hätte die Agentur ihn auch bei erkennbar nicht tragfähigen Geschäftsideen zahlen müssen.

Christian Schmelcher von der städtischen Existenzgründerberatung nennt einen Nachteil der neuen Regelung. Arbeitslosen bleibe nun weniger Zeit für die Vorbereitung.

Der Zuschuss, so Gudd von der Agentur, wird in zwei Phasen gezahlt. In den ersten sechs Monaten erhält der Selbstständige einen Betrag in Höhe seines Arbeitslosengeldes. Hinzu kommen 300 Euro für Sozialversicherungsbeiträge. Kann er danach Geschäftstätigkeiten nachweisen, bewilligt ihm die Agentur für weitere neun Monate die 300 Euro für die Beiträge.

Von Michael Caspar