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Regional Göttinger Firma Third Pole begleitet Himalaya-Expeditionen
Nachrichten Wirtschaft Regional Göttinger Firma Third Pole begleitet Himalaya-Expeditionen
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16:27 19.08.2013
Vor dem Aufbruch zur nächsten Himalaya-Expedition: Fabian Klindt, Nils Pense und Hannes Künkel (von links). Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Also bediente Künkel, der an der Universität Göttingen über die Zusammenhänge von Wegebau und Naturgefahren im Hochgebirge forscht, die Social-Media-Kanäle der Firmen. So finanzierte er sich seit 2009 seine wissenschaftliche Arbeit.

Die Auftraggeber waren so zufrieden, dass sie ihn baten, nach Abschluss der Doktorarbeit weiterzumachen. Künkel, der seine Arbeit 2014 noch verteidigen muss, hat Mitte des Jahres die Firma Third Pole gegründet. An Ideen für eigene Expeditionen mangelt es ihm nicht. „Ich bereise seit zehn Jahren die Himalayaregion und bin erstaunt, wie rasant sich dort die Dinge entwickeln“, erzählt er.

Dörfer, die vor ein paar Jahren nur über stundenlange Fußmärsche zu erreichen waren, werden mittlerweile von Bussen angefahren. Hirten satteln auf die Tourismusindustrie um. Diese Veränderungen will Künkel mit seinem Projekt Trail of Change („Pfad des Wandels“) dokumentieren. Mit zwei Mitarbeitern und 150 Kilo Gepäck ist er jetzt nach Nepal aufgebrochen.

Nils Peuse filmt für Künkel, Fabian Klindt fotografiert und schreibt. Via Satellit berichten sie live von ihren Abenteuern. Partner sind der Outdoorbekleider Vaude und der Membrantechnologe Sympatex. Mitarbeiter Wanja Berger hält unterdessen die Stellung im Büro in der Hospitalstraße 7.

Im Anschluss begleitet das Third-Pole-Team als Dienstleister für Social-Media-Marketing die österreichische Clearskies-Expedition zum Berg Manaslu (8163 Meter). Künkel will andere Wissenschaftler als Kunden gewinnen.

„Bei den großen Projekten der Deutschen Forschungsgesellschaft gibt es mittlerweile Budgets für Öffentlichkeitsarbeit“, berichtet der Existenzgründer. Forscher würden angehalten, über ihre Arbeit allgemeinverständlich zu berichten.

Infos: trailofchange.com.

Von Michael Caspar