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Regional Göttinger Hochschulen suchen Unternehmen, die Deutschland-Stipendien kofinanzieren
Nachrichten Wirtschaft Regional Göttinger Hochschulen suchen Unternehmen, die Deutschland-Stipendien kofinanzieren
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22:11 22.09.2014
Wollen Gelder einwerben: Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel, Verbandsvertreterin Kirsten Weber und HAWK-Präsidentin Christiane Dienel (v. l.).
Wollen Gelder einwerben: Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel, Verbandsvertreterin Kirsten Weber und HAWK-Präsidentin Christiane Dienel (v. l.). Quelle: CR
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Göttingen

„Unternehmen kommen so in Kontakt mit Studierenden, die sehr gute Noten haben und sich gesellschaftlich engagieren“, wirbt Kirsten Weber, die Geschäftsführerin des Arbeitgeberverbands Mitte und der Bezirksgruppe Süd von Niedersachsenmetall, für das Programm.

Die Sponsoren könnten zudem die Fakultät benennen, an der ihr Student eingeschrieben seien soll. Ein Drittel der Stipendien, ergänzt Beisiegel, müsse allerdings von der Hochschule frei vergeben werden. So stelle das Ministerium sicher, dass nicht nur wirtschaftsnahe Fächer in den Genuss der Förderung kämen.

„Die Stipendien sind ein Baustein, um qualifizierte junge Menschen auf Karrieremöglichkeiten in der Region aufmerksam zu machen und so dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel zu begegnen“, betont Winter. Der Arbeitgeberverband, der 850 Firmen vertrete, fördere selbst zwei Stipendien; die Bezirksgruppe von Niedersachsenmetall mit seinen 35 Mitgliedern ein weiteres Stipendium.  

Lounge und Benefizkonzerte

„Die Universität bemüht sich, die Kontakte zwischen Stipendiaten und Sponsoren zu intensivieren“, sagt Beisiegel. So gebe es eine Lounge und Benefizkonzerte.

Die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), die an ihren drei Standorten Göttingen, Hildesheim und Holzminden 79 Deutschland-Stipendien vergibt, organisiert ein Essen. Stipendiaten und der jeweilige Förderer sitzen dabei an einem Tisch.

„Wir pflegen als Fachhochschule ohnehin enge Kontakte zu mittelständischen Unternehmen der regionalen Wirtschaft und haben daher weniger Probleme, Förderer für Stipendien zu finden“, sagt HAWK-Präsidentin Christiane Dienel. Sie täten sich allerdings schwerer, große Unternehmen zu überzeugen. Das Deutschland-Stipendium ist bei Studierenden begehrt. Bei der HAWK kommen drei Bewerber auf ein Stipendium, bei der Universität zehn.

Von Michael Caspar