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Regional Göttinger Schulen weiten „Neustädter Modell“ aus
Nachrichten Wirtschaft Regional Göttinger Schulen weiten „Neustädter Modell“ aus
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17:48 29.07.2014
Von Hanne-Dore Schumacher
Verfechter des „Neustädter Modells“: Lars Nolte, Christian Westensee, Martin Rudolph (hintere Reihe von links), Martina Psyk, Heike Anhalt-Brüggemann und Renate Köster (vorn, von links). Quelle: SOZ
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Göttingen

Der Lehrer von den Berufsbildenden Schulen II (BBS) ist ein Verfechter des „Neustädter Modells“ ebenso wie Christian Westensee, sein Kollege von den BBS I (Arnoldischule). Hier startet nach den Sommerferien die zweite Variante des Schulprojekts – das „Neustädter Modell für kaufmännische Büroberufe“.

Die Schüler, die an dem Projekt in Göttingen beteiligt sind, kommen aus der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (KGS) und der Voigtschule. Es sind Realschüler, die Renate Köster (KGS), Heike Anhalt-Brüggemann (KGS) und Martina Psyk (Voigtschule) für diesen Unterricht begeistern wollen.

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Bereits in der 8.  Klasse stellen die Lehrkräfte das Modell vor, informieren über Ziel und Ablauf, über 16 Stunden pro Woche, die zusätzlich zum allgemeinbildenden Unterricht in den Berufsschulen erteilt werden. Danach gibt es „Schnuppertage“ an den Berufsschulen. Im nächsten Schritt finden Gespräche mit Eltern und Schülern statt, dann folgen Vorstellungsrunden.

Ziel des Neustädter Modells ist es, mehr Schüler für gewerblich-technische Berufe zu begeistern und leistungsbereiten Jugendliche bereits während der Schulzeit erste Ausbildungsinhalte zu vermitteln, erläutert Martin Rudolph das Konzept. Der Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer zählt zu den Befürwortern des Modells und appelliert an die Schüler, sich tüchtig zu beteiligen.

Modell mit Erfolg abgeschlossen

14 Schüler der KGS und der Voigtschule haben jetzt das Neustädter Modell mit Erfolg abgeschlossen. Zehn von ihnen starten im August/September eine Ausbildung in den Betrieben, die am Projekt beteiligt sind: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Mahr, die Max-Planck-Institute in Göttingen, Novelis, Sartorius, Täfler (Leipold), Trinos Vakuum-Systeme, Zeiss, Stadtwerke AG, Bosch, Paland, GöPaTec und Fachhochschule HAWK.

An der KGS gibt es aufgrund des Zuspruchs eine eigene Klasse, in der ausschließlich die Schüler des Modells unterrichtet werden. Das ist die Klasse 9/7, berichtet Anhalt-Brüggemann, Stufenleiterin. In der Voigtrealschule indes werden die „Neustädter“ in gemischten Klassen unterrichtet.

Das setzt gute Abstimmung voraus, wissen die Verantwortlichen aller vier beteiligten Schulen. Und es klappt, freuen sich die Pädagogen, die jetzt mit dem zweiten Modell Kaufmännische Büroberufe starten.

„Das Neustädter Modell ist eine absolute Bereicherung für den Schulstandort Göttingen“, betont Rudolph. Der IHK-Chef weist auch darauf hin, dass die Abbrecherquote unter zehn Prozent liegt.

Informationen: IHK Göttingen, Telefon: 05 51 / 70 71 00

Neustädter Modell

Das sogenannte „Neustädter Modell“ ist, wie der Name schon sagt, in Neustadt zwischen der dortigen BBS und der KGS entwickelt worden.

Schüler des 9. und 10. Jahrgangs besuchen an zwei Tagen in der Woche die BBS und erhalten so einen Einblick in die Berufswelt. In Göttingen gibt es das Modell seit vier Jahren.

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