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Regional Wiedereinstieg in den Ladungsfernverkehr
Nachrichten Wirtschaft Regional Wiedereinstieg in den Ladungsfernverkehr
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00:19 24.06.2018
Rückkehr zur alten Firmenfarbe orange: die Geschäftsführer Andreas Krüger (l.) und Marco Butter. Quelle: r
Göttingen

„Angesichts der Kapazitätsknappheit auf dem Markt für Komplettladungen und Teilpartien müssen wir wieder stärker auf Eigenleistungen setzen“, erklärt Krüger. Bei dieser Art von Fernverkehr würden Ladungen eines Kunden – ohne Umladen – direkt zum Empfänger geliefert. Mit solchen Verkehren habe die Spedition in ihrem Gründungsjahr 1948 begonnen. Ihr großer Kunde sei damals ein Göttinger Spanplattenwerk gewesen, so der Unternehmer, der die GmbH in dritter Generation führt.

Marco Butter ist in die Geschäftsführung eingestiegen

„Den neuen, alten Bereich baut Marco Butter auf, den ich im Oktober vergangenen Jahres in die Geschäftsführung geholt habe“, berichtet Krüger. Butter habe in seinem Unternehmen Speditionskaufmann gelernt. „Danach war ich 20 Jahre für die Schenker-Tochter Transa unter anderem im Offenbach, Berlin und Hamburg in leitender Position tätig, zuletzt als Gesamtverantwortlicher für die Produktion Deutschland“, berichtet Butter. Ansässig sei er in all den Jahren aber immer in Dransfeld gewesen. Der Kontakt zu seinem Lehrbetrieb habe er nie abreißen lssen. Nun kehre er mit viel Erfahrung im Nah- sowie im nationalen und internationalen Fernverkehr zurück. Auch das Eisenbahn-, Logistik- und Projektgeschäft sei ihm vertraut. Mit ihm seien in den vergangenen Monaten weitere fünf ehemalige Kollegen zu Krüger zurückgekehrt. Drei von ihnen hätten in der Spedition gelernt.

Das neue Produkt bieten wir unter dem Namen Krüger Cargo an“, sagt Butter. Der Fuhrpark in diesem Bereich bestehe derzeit aus fünf eigenen Lkw und sechs gecharterten Fahrzeugen. Im Verlauf des Jahres solle die Zahl auf 25 Lkw ansteigen, die Hälfte davon eigene. Sie setzten Lkw in der traditionellen Firmenfarbe orange ein, so Butter. Die benötigten Fahrer bildeten sie selbst aus. Derzeit lernten 17 Berufskraftfahrer im Unternehmen. Hinzu kämen noch zehn kaufmännische Auszubildende sowie Fachkräfte für Lagerlogistik. Den Fahrern biete er „ein adäquates Grundgehalt, leistungsabhängige Zulagen, Gesundheitsvorsorge sowie ein festes Fahrzeug“, so der Unternehmer. Die Fahrer seien in die Bestellungen eingebunden.

Einstieg beim Stückgutnetz 24plus

„Vier Subunternehmer für den Bereich Sammelgut mit zusammen 15 Fahrzeugen haben wir Anfang des Jahres vom insolventen Marktbegleiter Hermann Weber übernommen“, führt Butter aus. Auch 15 ehemalige Weber-Mitarbeiter, die größtenteils im kaufmännischen Bereich tätig seien, hätten sie übernommen. Anstelle von Weber sei er zudem im Januar in das Stückgutnetz 24plus eingestiegen.

„Transportbedarf für die neue Flotte gibt es in Südniedersachsen genug“, meint der Geschäftsführer. Er nennt unter anderem Papiererzeugnisse, Aluminiumprodukte, Druckfarben sowie Folien. Auch Überhänge aus dem eigenen Stückgutgeschäft ließen sich so besser abfahren.

Bauliche Erweiterung in Göttingen geplant

Krüger bewirtschaftet in Göttingen und Apolda 3,5 Hektar Logistikfläche auf 11 Hektar eigenem Grund. Mehr als 150 Mitarbeiter sind für das Unternehmen tätig. Im laufenden Jahr will die Spedition 25 Mio. Euro Umsatz erwirtschaften. „An der Göttinger Industriestraße 10, wo wir bereits 2017 innerhalb eines halben Jahres einen eine knappe Million Euro teuren Anbau mit 18 Andockstationen realisiert haben, wollen wir uns nochmal erweitern“, kündigt Krüger. Er hoffe dabei auf Unterstützung durch die Stadt Göttingen.

Von Michael Caspar

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