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Regional HAWK stellt leichte LKW-Achse vor
Nachrichten Wirtschaft Regional HAWK stellt leichte LKW-Achse vor
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13:04 23.09.2018
HAWK-Präsident Marc Hudy und Prof. Christopher Frey präsentieren „Evaxle“ auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover.
HAWK-Präsident Marc Hudy und Prof. Christopher Frey präsentieren „Evaxle“ auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Quelle: HAWK
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Göttingen/Hannover

„In der Diskussion über Verbrennungs- oder Elektromotoren kommt ein wichtiger Faktor eigentlich immer zu kurz: Egal welcher Antrieb genutzt wird – für den Verbrauch und die Leistung eines Fahrzeugs ist das Gewicht entscheidend.“ Mit diesen Worten hat HAWK-Professor Christopher Frey auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover „Evaxle“, die leichteste 9to-LKW-Achse ihrer Art, offiziell vorgestellt.

Zuvor hatte HAWK-Präsident Marc Hudy Gäste aus Politik und Wirtschaft am Hochschulstand begrüßt. Hudy betonte, dass die Entwicklung dieser Achse beispielhaft für die Arbeit an der HAWK und damit einer anwendungsorientierten Hochschule sei. Professoren wie Frey brächten exzellente Erfahrungen aus der Wirtschaft in die Lehre und Forschung ein und könnten so gemeinsam mit Studierenden und Doktoranden Innovationen hervorbringen, die, wie diese Achse, zum Beispiel den Fahrzeugbau revolutionieren können.“

Achse wie ein Fachwerkhaus konstruiert

„Die Achse ist wie ein Fachwerkhaus konstruiert. Sie besteht genau genommen aus drei Achsen“, erläuterte Frey dem Publikum. Ihm und seinem Team aus Mitarbeitenden und Studierenden steht auf der IAA jetzt ein Gesprächsmarathon bevor. Viele interessierte Hersteller hätten sich schon angemeldet. „Vielleicht stellt in zwei Jahren ein Hersteller die Achse vor, die dann in Serie gefertigt wird.“ Die beiden Prototypen sind an der HAWK-Fakultät Naturwissenschaften und Technik entstanden.

Die Achse ist rund 50 Kilogramm leichter als herkömmliche Fahrwerke. Filigrane Strukturen aus stählernen Zug- und Druckstäben ersetzen schwere, balkenförmige Achskörper und Lenker. Spediteure profitieren, weil ein leichtes Fahrzeug sparsamer fährt. Die Gewichtsreduktion geht direkt in den Fahrwiderstand ein. Das spart etwa 80 Liter Diesel auf 100 000 Kilometer. Die zulässige Fahrzeugnutzlast wird um den Beitrag erhöht, um den das Leergewicht sinkt. Das heißt, ein leichteres Fahrzeug kann mehr Ladegut transportieren, was die Transportkosten senkt.

Am meisten aber werde die Umwelt profitieren, heißt es in der Mitteilung der HAWK. Weniger Gewicht bedeute weniger Kraftstoff, bedeute weniger CO2 -Ausstoß. Somit leiste die neuartige Konstruktion ihren Anteil zum Umweltschutz und zur Erreichung der Klimaziele.

Von R

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