Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Harry Wertz übergibt Geschäfte an Oliver Scheel
Nachrichten Wirtschaft Regional Harry Wertz übergibt Geschäfte an Oliver Scheel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 21.12.2017
Ottobock-Azubis überreichen Präsentkörbe an Harry Wertz (Mitte) und Oliver Scheel (rechts). Daneben: Kommunikationschef Mark C. Schneider (2.v.l.) Quelle: Marks
Anzeige
Duderstadt

Erstmals in der fast 100-jährigen Geschichte des Orthopädie-Konzerns Ottobock macht Inhaber Hans-Georg Näder einen familienfremden Manager zum Vorstandschef. Als CEO der Otto Bock Healthcare GmbH startet am 15. Januar 2018 Oliver Scheel (49). Am Montag stellte er sich den rund 1300 Ottobock-Mitarbeiter am Hauptsitz in Duderstadt vor. Zuvor hatte sich die Belegschaft bei seinem Vorgänger Harry Wertz (60) mit stehenden Ovationen bedankt. Wertz war mehr als drei Jahrzehnte lang Co-Pilot an der Seite des Ottobock-Inhabers Hans Georg Näder. „Ich bin aber noch nicht weg“, sagte Wertz gerührt. Im Januar konzentriert sich der Manager auf seine Aufgabe als CEO der Otto Bock Holding GmbH & Co. KG. Zudem werde er laufende Prozesse wie zum Beispiel die Trennung von der Kunststoffsparte sowie den Verkauf der Ottobock-Tochter Sycor begleiten. „Ich bin Harry Wertz unendlich dankbar. Er hat großen Anteil an unserem durchgängigen Unternehmenserfolg der vergangenen Jahrzehnte“, betonte Näder. Die große Laudatio für Wertz wolle er aber zu einen späteren Zeitpunkt halten. „Denn noch haben wir Dinge miteinander vor“, so Näder.

Faktoren für den Erfolg

Die Otto Bock HealthCare GmbH steht zurzeit vor der Umwandlung in eine SE & Co. KGaA. Mit der Umwandlung bereitet Ottobock den Börsengang der Healthcare-Sparte vor, den das Unternehmen nach wie anstrebt. Mit Oliver Scheel hat Näder einen Managertypen ausgewählt, der seine Ziele zu Beginn seiner Amtszeit klar definiert. Auf 1,2 Milliarden soll der Umsatz der Otto Bock HealthCare GmbH bis zum Jahr 2022 anwachsen. 2016 erwirtschaftete das Duderstädter Unternehmen einen Umsatz von 885 Millionen Euro.

„Nicht nur der Umsatz, vor allem auch die Profitabilität des Unternehmens sollte sich deutlich verbessern“, sagt Scheel. Auch die Innovationsdynamik sei ein entscheidender Faktor für den künftigen Erfolg von Ottobock. Um diesen zu erreichen, forderte der neue Vorstandschef konsequente Fokussierung, schnelle Prozesse und schlanke Strukturen. Er kündigte an, dass sich das Management am Erreichen der Ziele messen lassen werde. „Ich freue mich, die Transformation von Ottobock mit der gesamten Belegschaft durchzuführen“, so Scheel.

Der promovierte Chemiker gilt als ausgewiesener Branchenexperte. Scheel, der zuvor bei der international tätigen Unternehmensberatung AT Kearney tätig war, beschreibt sich als direkt, fordernd – aber transparent und fair. Er beriet in dieser Zeit auch Ottobock bei mehreren Projekten. Scheel lernte dabei die Firma und vor allem Hans Georg Näder gut kennen, schreibt das Handelsblatt. Scheel, der das Unternehmen bereits gut kennt, betonte, er wolle ein mobiler CEO sein und Brücken bauen zwischen den über 50 verschiedenen Standorten. Mit dem Betriebsrat wünschte sich Scheel eine partnerschaftliche Zusammenarbeit „fair und mit den Unternehmensziel im Hinterkopf“, lautet seine Formulierung.

Die Familie ist dem Hamburger wichtig. Scheel ist verheiratet, hat zwei Kinder und wird in der Region Südniedersachsen seinen Wohnsitz nehmen. „Ich bin ein zielorientierter und konstanter Mensch und komme nicht nach Duderstadt für einen Kurzaufenthalt, sondern ich möchte gemeinsam mit den Mitarbeitern von Ottobock die Geschäfte in Zukunft gut gestalten.“

Von Bernard Marks

Michael Neugebauer (Göttinger Verkehrsbetriebe), Ulf Farger (ADAC Niedersachsen) und Jörg Hausknecht (Energienetz Mitte) waren die Referenten des 53. Mobilitätstalks Niedersachsen in Göttingen. Hausknecht kündigte den Bau neun neuer Schnelllade-Säulen in der Region an.

18.12.2017
Regional Stellenabbau bei ABB in Göttingen - Güntzler will Althusmann einschalten

Eine parteiübergreifende Initiative zum Erhalt des Göttinger ABB-Standorts hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler gefordert. Am Freitag informierte er sich gemeinsam mit Olaf Feuerstein (CDU), der dem Rat der Stadt angehört, beim ABB-Betriebsrat über den geplanten Stellenabbau.

15.12.2017

Das Unternehmen Rizor aus Hildesheim, das beispielsweise für den Landkreis Göttingen Schüler transportiert, schließt zum 31. Januar 2018 endgültig. Auch der Landkreis Göttingen muss sich für die Schülerbeförderung neue Transportmöglichkeiten suchen.

22.01.2018