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Regional Sartorius investiert 500 Millionen Euro in Göttingen
Nachrichten Wirtschaft Regional Sartorius investiert 500 Millionen Euro in Göttingen
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12:24 04.03.2014
Von Hanne-Dore Schumacher
Wird zurzeit in der Otto-Brenner-Straße gebaut: ein Parkhaus für die Sartorius-Mitarbeiter mit 1300 Plätzen und Begrünung an der Fassade.
Wird zurzeit in der Otto-Brenner-Straße gebaut: ein Parkhaus für die Sartorius-Mitarbeiter mit 1300 Plätzen und Begrünung an der Fassade. Quelle: Skizze: Sartorius
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Göttingen

Zurzeit befindet sich an der Otto-Brenner-Straße gegenüber des jetzigen Parkplatzes ein Parkhaus im Bau, das 1300 Stellplätze für die Mitarbeiter des Unternehmens bieten wird.

Damit werde auf dem Sartorius-Gelände selbst Platz geschaffen für Produktionserweiterungen, begründet Vorstandsvorsitzender Joachim Kreuzburg die 10-Millionen-Investition. Die Parkplätze seien für die Mitarbeiter – in Göttingen sind 2150 der weltweit 6000 Beschäftigte tätig – „selbstverständlich kostenfrei zu nutzen“, betont Kreuzburg.

Noch in diesem Jahr beginnt der Bau eines neuen Produktionsgebäudes für den Bereich Laborinstrumente. 40 Mio. Euro kalkuliert der Vorstand für dieses Gebäude mit rund 25 000 Quadratmetern Fläche. Der geplante Neubau soll die Verlagerung der Laborwaagenproduktion (Elektronik und Montage) aus der Weender Landstraße 94-108 ermöglichen. Auch eine  Ausbildungswerkstatt wird in diesem Gebäudekomplex entstehen, so die Pläne.

Umzug soll 2018 beendet sein

J. Kreuzburg

Mit dem Abschluss des Umzugs aus der Weender Landstraße rechnet der Vorstand bis zum Jahr 2018. Die frei werdenden Immobilien, deren erste Gebäude aus dem Jahr 1890 stammen und auf rund 20 000 Quadratmetern Fläche stehen, werden anschließend vermarktet.

Bis 2016 will der Konzern im Zuge der Bauarbeiten auch einen neuen Haupteingang  inklusive Verwaltung schaffen. Mit der Inbetriebnahme  rechnet Kreuzburg 2016. Ein Jahr später schon soll ein neues Betriebsrestaurant, weitere Labore und der Bereich Marketing in neue Gebäude ziehen. Der Wareneingang wird künftig über die Otto-Brenner-Straße erfolgen, um die  Gelände vom Warenverkehr zu entlasten. Eine neue Zufahrt ist deshalb geplant.

Bis zum Jahr 2025, so rechnet Kreuzburg, reiche der Platz auf dem Firmenareal (110 000 Quadratmeter inklusive Parkhaus). Danach habe man angrenzende Optionen, etwa das einst für  Ikea vorgesehene Areal oder Flächen des Science-Centers.

Der Göttinger Labor- und Pharmazulieferer ist weiter auf Wachstumskurs. Wie Kreuzburg auf der gestrigen Bilanzpressekonferenz in Göttingen ankündigte, will der Konzern seinen Umsatz von 887,3 Mio. Euro (+7,7%) 2013 auf 2 Mrd. Euro bis 2020 steigern. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr habe Sartorius alle Finanzziele erreicht.

Wachstum in vielen Sparten

„Super gelaufen“ sei das Geschäftsjahr für die Sparte Bioprozess Solutions, die für gut die Hälfte  des Konzernumsatzes stehe. Um 11,9 Prozent auf 517 Mio. Euro sei der Umsatz gewachsen. Die Sparte Laborprodukte habe um 2,4 Prozent auf 267,4 Mio. Euro zugelegt.

Die kleinste Sparte Industrie-Waagen, an deren Verkauf der Vorstand langfristig festhält,  erzielte einen Umsatz von 102 Mio. Euro (+2,4%). Die Sparte zählt an den Standorten Bovenden, Hamburg und Aachen zusammen 700 Beschäftigte.

Der Konzernnettogewinn lag mit 64,8 Mio. Euro um 2,8 Prozent über dem Vorjahr. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am Donnerstag, 10. April, eine Anhebung der Dividende um 6 Prozent vorschlagen. Damit würde sich die Ausschüttungssumme  um 6,3 Prozent auf 17,2 Mio. Euro erhöhen.