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Regional Höffner-Möbelhaus in Kassel öffnet seine Pforten
Nachrichten Wirtschaft Regional Höffner-Möbelhaus in Kassel öffnet seine Pforten
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20:13 25.09.2019
Kunden vor dem Pre-Opening am 25. September. Quelle: Markus Riese
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Kassel

Das neue, 35 000 Quadratmeter große Einrichtungshaus von Möbel Höffner am früheren Finke-Standort in Kassel-Fuldabrück ist rechtzeitig zum geplanten Eröffnungstermin 26. September 2019 fertig geworden. Bei einem Presse-Rundgang einen Tag zuvor konnten sich Journalisten vom Ergebnis der sechs Monate andauernden Umbauarbeiten selbst ein Bild machen – und kurze Zeit später durfte dies auch ein ausgewählter Kreis an Kunden: Zum „Pre-Opening“ hatte Höffner viele Nachbarn und weitere Gäste eingeladen. Die ersten Besucher strömten am frühen Nachmittag in das Gebäude.

„Ein echter Neubeginn“

Sonja Krieger, Höffner-Inhaberin in vierter Generation, führt die Pressevertreter vorher persönlich durch das neue Möbelhaus. „Das ist für diesen Standort ein echter Neubeginn“, betont sie. Etwa 70 Millionen Euro hat das Unternehmen hier investiert. In Zeiten von Ikea und Online-Shopping sei Krieger bewusst, dass die Menschen Möbel heute sofort verfügbar haben wollen. „Das können wir ihnen hier jetzt ermöglichen“, sagt Krieger im Hinblick auf das nebenan entstandene Hochregal-Lager. Außerdem wolle man den Möbel-Einkauf auch am Standort Kassel „zum Erlebnis machen“.

Thomas Dankert, Sonja Krieger und Andreas Meier-Funke (v.l.) bei der Pressekonferenz zur Eröffnung des neuen Höffner-Möbelhauses in Kassel-Fuldabrück. Quelle: Markus Riese

Was sie damit meint, wird beim Rundgang schnell klar: Ganze Räume sind detailliert dekoriert und wohnlich eingerichtet. Es gibt moderne Planungs-Software für Küchen oder Kleiderschränke, dazu ein großes Restaurant mit regionalem Frische-Konzept und Außenterrasse sowie einen großzügig geratenen Kinder-Erlebnis-Bereich zum Thema „Brüder Grimm“. Krieger kommentiert dies mit einem Augenzwinkern: „Möbel einkaufen mit Kindern macht keinen Spaß, ich spreche da aus Erfahrung:“

1000 Bauarbeiter, 75 Firmen, sechs Monate Umbau

Auf allen vier Etagen des Einrichtungshauses wuseln noch Mitarbeiter herum, ziehen Folien von Deko-Gegenständen ab, erledigen letzte Montage-Arbeiten oder schaffen Baumaterialien aus dem Blickfeld. Rund 1000 Bauarbeiter aus 75 Firmen haben ein halbes Jahr lang aus einem in die Jahre gekommenen Möbelmarkt eines der „modernsten Einrichtungshäuser Deutschlands“ gemacht, findet Höffner-Geschäftsführer Thomas Dankert.

Erste Eindrücke aus dem neuen Höffner-Einrichtungshaus am ehemaligen Finke-Standort in Kassel-Fuldabrück.

„Die Vorfreude ist riesig“, beschreibt er das Stimmungsbild innerhalb der Belegschaft. 100 ehemalige Finke-Mitarbeiter habe Höffner halten können, insgesamt seien derzeit schon fast 200 „Höffis“ im Team – schon bald sollen es 250 oder sogar mehr sein, hofft Krieger. In einer Pressemitteilung ist gar von „über 270 Mitarbeitern“ die Rede. Insgesamt beschäftigt Höffner an derzeit 21 Standorten etwa 6000 Mitarbeiter.

Höffner-Logo in die Haare rasiert

Dass die Beschäftigten sich mit dem neuen Unternehmen identifizieren, zeigen zwei von ihnen sehr auffällig: Sie haben sich das Höffner-Logo in die Frisur rasieren lassen. Eine von ihnen ist Julia Kliem-Schnell aus Kassel. Die 37-Jährige war zuvor 13 Jahre lang bei Finke beschäftigt. „Ich freue mich total auf den Neustart“, strahlt sie – und zeigt stolz ihre Haarpracht.

Zufrieden äußert sich auch Andreas Meier-Funke, Hausleiter des Einrichtungshauses in Kassel. „Der Zeitplan war natürlich ambitioniert, aber ich finde, wir haben das gut hinbekommen“, sagt der 38-jährige gebürtige Hesse, der 2018 zu Höffner kam. Er freue sich, dass er innerhalb des Familienunternehmens auch „regional agieren“ könne. Und: Er habe dabei ausdrücklich auch die Göttinger Kunden im Blick. Nicht umsonst bewirbt das Unternehmen den neuen Standort Kassel als neuen „Mittelpunkt der Möbelwelt“ und zeigt auf einer Karte demonstrativ das Einzugsgebiet – Bad Hersfeld gehört dazu, Bad Wildungen auch, ebenso Warburg und Eschwege. Und eben ausdrücklich auch Göttingen. Im gesamten Einzugsgebiet will das Unternehmen sämtliche Service-Dienstleistungen vorhalten, also beispielsweise auch Lieferung und Montage.

Zahlen zur Höffner-Neueröffnung

Das neue Höffner-Möbelhaus und das angrenzende Lager verfügen über eine Brutto-Geschossfläche von 65 000 Quadratmetern. Das Verkaufsgebäude misst in der Länge 180 Meter, hat vier Etagen und ein Restaurant mit 380 Sitzplätzen. 600 Parkplätze stehen den Kunden kostenlos zur Verfügung. Auf den einzelnen Etagen finden sich verschiedene Themenbereiche. Allein 146 Küchen und etwa 400 Polstergarnituren sind laut Hausleiter Andreas Meier-Funke momentan in der Ausstellung aufgebaut. Dass in Kassel auch gleich ein Lager mit entstanden ist, hat vor allem einen praktischen Nutzen für das Unternehmen: „Wir haben jedes Jahr eine Million Lieferungen“, erläutert Geschäftsführer Thomas Dankert. Und fügt stolz hinzu: „Niemand liefert und montiert in Deutschland mehr Küchen als Höffner.“ Das Unternehmen lege größten Wert auf die Beratungsqualität und die handwerkliche Qualität bei der Auslieferung. Dies seien „die beiden Äste, auf denen wir sitzen“, so Dankert. Das neue Haus in Kassel bezeichnet er als „Möbelhaus der Superlative“.

Drei Tage lang wird Höffner in Kassel nun die Neueröffnung feiern – mit Stargästen wie Anna-Maria Zimmermann und Volker Rosin sowie zahlreichen Aktionen für Kinder und Erwachsene. Los geht es am 26., 27. und 28. September jeweils ab 9 Uhr morgens.

Von Markus Riese

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