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Regional Frühstück gibt’s geschenkt: „Holiday Inn Express“ öffnet Ende Januar
Nachrichten Wirtschaft Regional Frühstück gibt’s geschenkt: „Holiday Inn Express“ öffnet Ende Januar
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09:50 15.01.2020
Ein Zimmer im Holiday Inn Express zwei Wochen vor der geplanten Eröffnung. Quelle: Niklas Richter
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Göttingen

Bauarbeiter haben in den vergangenen Monaten einen Hotelbau an der Carl-Zeiss-Straße hochgezogen. Am 31. Januar soll das „Holiday Inn Express“ starten – so jedenfalls lautet der Plan.

An der Stirnseite in Richtung Groner Landstraße prangt schon die große Leuchtreklame: „Holiday Inn Express“ steht dort zu lesen. Am Windfang in der Carl-Zeiss-Straße leuchtet auch schon der Namenszug. Doch der Vordereingang ist noch geschlossen. Ins Innere des neuen Hotels kommt man derzeit noch durch den bewachten Hintereingang. Und hier wird noch eifrig gearbeitet.

144 Zimmer in strategisch günstiger Lage

Handwerker schrauben an Wandpaneelen, Kabel hängen noch aus der Deckenverkleidung. Der sogenannte Front-Desk, der Empfang im Foyer also, kann noch nicht genutzt werden. Unmittelbar daneben ist die Bar aber schon als solche zu erkennen. Der Frühstücksraum schließt sich an. In gut zwei Wochen soll das Haus eröffnet werden, sagt Hotel-Chefin Sonja Zerbe, „bislang sind wir voll im Zeitplan“.

Strategisch günstig liegt das komplett neu gebaute Hotel in unmittelbarer Nähe zum Bahnhof, zur Lokhalle mit ihren Kulturveranstaltungen und vor allem auch zur Innenstadt. Alles ist zu Fuß zu erreichen. Für Reisende werden 144 Zimmer bereitstehen. Die meisten sind etwa 19 Quadratmeter groß, einige auch 25 Quadratmeter. Dies sind die Gegenstücke zu den beiden barrierefreien Räumen in der zweiten und der dritten Etage des vierstöckigen Baus.

Das Holiday Inn Express solo am 1. Februar eröffnet werden. Erste Blicke in das Haus an der Leine.

An an Hotelgäste mit Handicap ist gedacht

Hier ist die Klinke an der verbreiterten Eingangstür tiefer angebracht. Auch die Tür zum Badezimmer ist breiter. Anstelle einer Dusche ist für den Hotelgast mit Handicap eine steinerne Bank vorgesehen, auf die er sich zum Duschen setzen kann. Alles in diesem Zimmer ist bequem mit den Rollstühlen zu befahren. An einigen Stellen kann der Gast Alarm auslösen. Eine Leuchte warnt Gehörlose bei Alarm, ein Rüttelkissen im Bett Blinde. Zum Nachbarzimmer gibt es eine Durchgangstür.

Die anderen Zimmer entsprechen den Dehoga-Vorgaben eines Drei-Sterne-Hauses, die sich vor allem auf Hardware beziehen, sagt Zerbe. TV mit Apple-TV, Föhn und Telefon seien vorhanden. Auch eine Klimaanlage sei eingebaut, sogar in den Büros, berichtet Zerbe sehr erfreut. Die Zentrale der Hotelkette hat ihren Sitz in Atlanta/USA. Von hier kommen US-amerikanische Standards – jedes Zimmer verfügt über ein Bügeleisen, ein Bügelbrett und einen Wasserkocher. Vor allem Businesskunden sollen angesprochen werden.

USB-Steckdosen und geschenktes Frühstück

Dementsprechend sind in den Zimmern Steckdosen mit USB-Anschluss verbaut – wie auch im Barbereich. Gäste sollen hier wie auch in den Zimmern ihre elektronischen Geräte umstandslos aufladen können.

Einen Restaurantbetrieb werde es nicht geben, erklärt Zerbe. Das lohne sich nicht. Zudem gebe es kaum Servicepersonal, und „Köche finden Sie gar nicht“. Lediglich Pizzasnacks werden in der Bar, die rund um die Uhr geöffnet ist, für hungrige Gäste im Ofen zubereitet. Dafür allerdings lenkt die Hotelchefin das Augenmerk auf eine Besonderheit. „Das Frühstück wird an die Gäste verschenkt.“ Die können es im Sommer auch an der frischen Luft einnehmen. Zumindest einige Tische sollen dann an der Carl-Zeiss-Straße stehen.

Weniger Müll, weniger schmutziges Geschirr

Eingedeckt wird im „Holiday Inn Express“ allerdings nicht. Das produziere weniger Müll und weniger schmutziges Geschirr, erläutert Zerbe. Hotelgäste bedienen sich an einem Buffet, das alles anbieten soll, was zu einem Frühstück gehört: Käse, Schinken, Wurst, Marmelade und Kocheier. Speisen, die darüber hinaus zubereitet werden müssten wie Rührei und Bacon, stünden nicht auf dem Plan.

74 Euro kostet ein Zimmer – wenn das Hotel nur spärlich besucht ist. In Messezeiten könne das schon auf etwa 150 Euro steigen, verrät Zerbe. Üblich sei diese Preisgestaltung bei Hotelketten. Über 24 Parkplätze verfügt das Haus – und über einen Fahrradabstellraum.

Ein laut Zerbe „bunt gemischtes Team aus vielen verschiedenen Ländern“ arbeite bereits daran, das Hotel auf Vordermann zu bringen. „Es wächst zusammen“, sagt die Chefin.

Das Haus an der Leine

IHG heißt der Konzern, zu dem auch die Holiday-Inn-Express-Häuser gehört. Hauptsitz ist Atlanta in den USA. Die europäische Zentrale ist in England angesiedelt, erläutert Sonja Zerbe, Direktorin des Holiday Inn Express in Göttingen. Vor der Eröffnung, die für den 31. Januar geplant ist, kommen täglich noch Lieferungen, darunter beispielsweise auch Mobiliar von der Insel. Der Februar soll dann als Puffer dienen, erklärt die Chefin. Besondere Angebote sollen das Haus im Markt ankommen lassen. Der reguläre Betrieb soll dann am 1. März starten. Über einen Fitness- oder Wellnessbereich verfügt das Göttinger Haus nicht. Allerdings bietet sich für den täglichen Sport das Joggen entlang der unmittelbar benachbarten Leine an.

Mehr Infos über die Hotelkette finden Sie hier

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