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IG Metall Südniedersachsen-Harz: Delegierte wählen neue Führung

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19:57 30.09.2020
Manfred Zaffke ist mit großer Mehrheit wiedergewählt worden. Quelle: R
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Göttingen

Die Mitglieder der IG Metall-Geschäftsstelle Süd-Niedersachsen-Harz (IGM SNH) haben in Göttingen ihre Geschäftsführung und den Ortsvorstand für die nächsten vier Jahre neu gewählt. 91 Delegierte hätten mit 92,3 Prozent Manfred Zaffke erneut zum ersten Bevollmächtigten sowie André Sander zum neuen zweiten Bevollmächtigten und Kassierer mit 89 Prozent der Stimmen gewählt, teilte die IGM mit.

Die bisherige zweite Bevollmächtigte, Martina Ditzell, habe nicht wieder für das Amt kandidiert. „Es ist jetzt auch Zeit für mich, Neues in Angriff zu nehmen“, zitiert die IGM Ditzell. 30 Jahre sei sie hauptamtlich für die IG Metall im Einsatz gewesen.

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Projekt: „Die IG Metall vom Betrieb aus denken“

„Wie die IG Metall auch in Zukunft stark bleibt, ist die zentrale Frage des Projektes ‚Die IG Metall vom Betrieb aus denken‘“, habe Zaffke betont. „Wir werden gemeinsam nach neuen Antworten suchen – und dabei gemeinsam neue Wege beschreiten.“ Die Transformation von Wirtschaft und Industrie sei bereits in vollem Gange, heißt es weiter. Die Auswirkungen von Digitalisierung und der Energie- und Mobilitätswende müssten gestaltet werden. „Schwerpunkt unserer Arbeit ist der Erhalt und der Ausbau neuer Beschäftigung. Wir wollen noch mehr Beschäftigte für die IG Metall gewinnen und damit unsere Aktions- und Tariffähigkeit in den Betrieben weiter steigern“, habe Sander erklärt.

In der Krise habe sich gezeigt, „dass die Regelungen zur Kurzarbeit in vielen Betrieben geholfen und eine Brücke gebaut haben“, zitiert die IGM SNH Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. „Die Angriffe der Arbeitgeberverbände auf arbeitsrechtliche Standards und sozialpolitische Errungenschaften sind dagegen das falsche Mittel. Die Corona-Pandemie darf nicht als Deckmantel dafür dienen, uralte Ideen aus der Mottenkiste herauszuholen. Wir erleben in den Betrieben derzeit viele Ankündigungen von Sparmaßnahmen, Personalabbau und Angriffe auf die Tarifbindung und Mitbestimmung.“

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Aktionswoche: „Mit Solidarität und Stärke aus der Krise

Gröger habe die Delegierten aufgerufen, sich an der Aktionswoche unter dem Motto „Mit Solidarität und Stärke aus der Krise“ zu beteiligen. „Wenn Arbeitgeber die Lage dazu missbrauchen, um lange geplante Einsparungen und Stellenabbau durchzusetzen, werden sie die Gegenwehr der Beschäftigten erleben.“ Wenn Betriebe coronabedingt in Schieflage gerieten, brauchen sie Unterstützung. Gröger: „Wer Steuermittel vom Staat erhält, muss Entlassungen vermeiden, Azubis übernehmen und Tarifverträge achten.“

In den ehrenamtlichen Ortsvorstand wurden nach Angaben der IGM SNH gewählt: Frank Baake (mit 84 Prozent der Stimmen; Multi-Color, Hann. Münden), Roland Conrady (70 Prozent; Pleissner Guss, Herzberg), Marcel Gail (85 Prozent; Mahr, Göttingen), Heiko Henne (84 Prozent; Novelis, Göttingen), Heike Höche (82 Prozent; Exide, Bad Lauterberg), Karl Koch (73 Prozent; Musashi, Hann. Münden), Dietmar Müller (79 Prozent; Sartorius Stedim Biotech, Göttingen), Martina Neupert (82 Prozent; Demag, Uslar), Till Pahmeier (84 Prozent; Bosch, Göttingen), Regina Ries (95 Prozent; Wilvorst, Northeim), Ingo Schlange (79 Prozent; Piller Group, Osterode), Dirk Schulz (80 Prozent; Crown, Seesen) und Achim Wenzig (82 Prozent; Renold, Einbeck).

Von Stefan Kirchhoff