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Regional Wachstum trotz Fachkräftemangels
Nachrichten Wirtschaft Regional Wachstum trotz Fachkräftemangels
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14:49 24.03.2017
Die Firma Piller in Moringen will in den kommenden Jahren den Umsatz verdoppeln und neue Mitarbeiter einstellen.
Die Firma Piller in Moringen will in den kommenden Jahren den Umsatz verdoppeln und neue Mitarbeiter einstellen. Quelle: Christina Hinzmann
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Einige Förderprogramme für Unternehmen und Flüchtlinge im Überblick.

Der Fachkräftemangel wird von vielen Unternehmern bereits als eine Gefahr angesehen. Stellen können nicht besetzt werden, weil es an qualifizierten Bewerbern mangelt. Ein Grund warum Firmen trotz voller Auftragsbücher derzeit kaum wachsen können.

Für Unternehmen, die auf der Suche nach geeigneten Auszubildenden sind, aber den Bewerber nicht einschätzen können, ist die Einstiegsqualifizierung (EQ) interessant. EQ bieten Unternehmen die Möglichkeit, junge Menschen über einen Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten kennen zu lernen und an eine Ausbildung heranzuführen. Die Arbeitsagentur erstattet Unternehmen einen Zuschuss zur Vergütung der EQ in einer Höhe von 231 Euro pro Monat. Unternehmen können der IHK Plätze für Einstiegsqualifizierungen mit einem Meldebogen mitteilen.

Wenn sich zeigt, dass ein Auszubildender zusätzliche Unterstützung braucht, soll die assistierte Ausbildung helfen eine einmal begonnene Lehre abzuschließen. Die Palette möglicher Maßnahmen ist breit: Krisenintervention, Alltagshilfen, Sprachförderung, Förderunterricht und Prüfungsvorbereitung gehören dazu. Die Ausbildungsbetriebe können zudem administrative und organisatorische Hilfe bekommen. Die assistierte Ausbildung eine normale betriebliche Ausbildung - nur intensiv begleitet. Die Agenturen für Arbeit tragen die Kosten.

Flüchtlinge und Asylbewerber zählen aufgrund sprachlicher oder fachlicher Defizite häufig zur Gruppe der erschwert vermittelbaren Arbeitnehmer. Für diese Gruppe ist ein erhöhter Aufwand für die Einarbeitung erforderlich. Die Arbeitsagentur unterstützt Unternehmen deshalb und kommt für maximal 50 Prozent des gezahlten Arbeitsentgelts auf. Dieser sogenannte Eingliederungszuschuss wird für maximal zwölf Monate ausbezahlt. Der Antrag muss gestellt werden, bevor der neue Mitarbeiter die Stelle antritt.

Wenn Unternehmen einen oder mehrere Flüchtlinge beschäftigen, kommt die Arbeitsagentur teilweise für die Kosten einer Weiterbildung auf und zahlt dem Arbeitnehmer Zuschüsse, für Fahrtkosten.

Weitere Informationen im Internet unter www.hannover.ihk.de oder direkt bei der Agentur für Arbeit