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Regional Virtueller Huskie-Welpe muntert Depressive auf
Nachrichten Wirtschaft Regional Virtueller Huskie-Welpe muntert Depressive auf
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14:24 07.05.2018
Ifas-Geschäftsführer Dietmar Thiele hatte die Idee für die App für Depressive. Quelle: r
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Göttingen

Für Menschen, die unter Depressionen, Panikattacken oder sozialen Ängsten leiden, lässt das Göttinger Institut für angewandte Sozialfragen (Ifas) derzeit eine App entwickeln. Mit dem Konzept hat es sich um den Innovationspreis des Landkreises Göttingen beworben.

„Die App Aurea soll Betroffenen helfen, schneller herauszufinden, worunter sie leiden und wer ihnen helfen kann“, erläutert Ifas-Geschäftsführer Dietmar Thiele die Idee. Sein 1994 gegründetes Institut, das Betroffenen im Auftrag der Renten- und Krankenversicherung, der Arbeitsagentur und des Sozialhilfeträgers mit 170 Mitarbeitern bei der beruflichen Eingliederung helfe, wisse, wie schambesetzt das Thema bei den Klienten sei. Viele bemühten sich erst bei hohem Leidensdruck um professionelle Hilfe.

Verhaltenstherapeutische Hilfen

„Neben grundsätzlichen Informationen bietet die App erste verhaltenstherapeutische Hilfen an“, berichtet der Geschäftsführer. Sie würden derzeit von einer Psychologin erarbeitet und von einem Programmierer umgesetzt. Über die App könnten sich Betroffene, die das wollten, mit anderen Betroffenen in der Region vernetzen. Außerdem gebe es einen virtuellen Huskie-Welpen als Trostfunktion, der von sich aus Kontakt zum App-Nutzer suche.

Immer mehr Krankschreibungen wegen psychischer Probleme

„Die Idee, eine solche App programmieren zu lassen, kam mir Ende 2017“, sagt Thiele. Die Probleme mit psychischen Erkrankungen würden immer größer. So habe sich die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen in Deutschland – bei rückläufigen Krankenständen – im vergangenen Jahrzehnt fast verdoppelt. Während psychische Erkrankungen vor 20 Jahren nahezu bedeutungslos gewesen seien, stellten sie heute die dritthäufigste Diagnose bei Krankschreibungen dar.

Mit durchschnittlich 36 AU-Tagen dauerten sie zudem dreimal länger als bei anderen Erkrankungen. Psychische Probleme seien zudem die häufigste Ursache für krankheitsbedingte Frühberentungen. Ihr Anteil sei zwischen 1993 und 2015 von 15,4 auf 42,9 Prozent gestiegen. Die direkten Krankheitskosten für psychische Erkrankungen in Deutschland würden 16 Milliarden Euro pro Jahr betragen.

Bewerbungen um den Innovationspreis sind bei der Wirtschaftsförderung Region Göttingen noch bis zum 31. Mai möglich. Kontakt: Karin Friese, Tel. 0551/9995498-2.

Von Michael Caspar

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