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Regional Im GDA-Foyer gibt es „Marktplatz“ für Senioren
Nachrichten Wirtschaft Regional Im GDA-Foyer gibt es „Marktplatz“ für Senioren
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19:01 21.08.2013
Von Hanne-Dore Schumacher
Marktplatz im GDA-Wohnstift: Monika Rosin (M.) berät, Fotografin Ursula Butkereit (links) informiert sich über die Weinauswahl. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Die Wünsche, die Monika Rosin von der Weinhandlung Bremer im GDA-Wohnstift erfüllt, sind vielfältig. Deshalb hat sie auch reichlich Weine und Spirituosen zum „Marktplatz“ mitgebracht. Alle zwei, drei Monate nutzt die Göttinger Weinhandlung den Platz im GDA-Foyer, der seit zwei Jahren als „Marktplatz“ bezeichnet wird.

Hier, so erklärt Kirsten Tavener, bieten Einzelhändler unterschiedlicher Branchen ihre Waren an, vor allem für die Stiftbewohner, die nicht mehr so mobil sind. Tavener, die gemeinsam mit Stiftdirektor Klaus Brandl die Idee des „Marktplatzes“ hatte, ist immer auf der Suche nach neuen Angeboten für die 530 GDA-Bewohner.

Ein Herrenausstatter wäre gut, auch eine Confiserie fehle noch. Auch ein Optiker könnte das Angebot in der Charlottenburger Straße   bereichern. Jeden Freitag ist Blumentag. Dann verwandelt die Seulinger Firma Fethke den Eingangsbereich des Wohnstifts in ein Blumenmeer. Alle 14 Tage nutzt das Göttinger Sanitätshaus O.R.T. den „Marktplatz“, und regelmäßig informiert Buchhändler Joachim Stern (Vaternahm) über Neuerscheinungen auf dem Büchermarkt.

Bildungselite von Göttingen

„Wir haben hier die Bildungselite von Göttingen“, unterstreicht Tavener den Bedarf an guter Literatur. Mode für Senioren bietet die Firma Hilda Möhler, ein Schuhsortiment präsentiert die Firma Südekum. Der Kiosk im Haus liefert Dinge des täglichen Lebens, von der Zeitung bis zur Zahnbürste, der „Marktplatz“ sorgt für ein Mehr an Abwechslung.  Es ist nicht das große Geschäft, das Bremer auf dem „Marktplatz“ macht, sagt Rosin, die seit 30 Jahren in der Firma arbeitet.

Viele Bewohner seien ohnehin Stammkunden. Manche kämen auch nicht des Weines wegen, sondern um ein Schwätzchen zu halten oder Grüße an die Senior-Chefin Ruth Bremer zu übermitteln.  „Alles, was Sie aufgeben, verlieren Sie auch“, sagt Tavener den Bewohner oft. Den „Marktplatz“ sieht sie als einen Baustein, die Selbstständigkeit der Bewohner zu erhalten. Dazu zählt sie auch Restaurant, Kino, Wellness, Bowling und Internet-Café, die alle Göttinger nutzen können.