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Regional Kulero vertreibt essbare Löffel
Nachrichten Wirtschaft Regional Kulero vertreibt essbare Löffel
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16:00 01.11.2019
Wollen etwas für die Umwelt tun: Kulero-Team Annabelle Schunk, Noah Hartig, Hemant Chawla, Juliane Schöning (von links). Quelle: r
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Göttingen

Essbare Löffel, die unter anderem nach Schokolade, Anis oder Pfeffer schmecken, vertreibt die Göttinger Kulero GmbH seit Juni. Geschäftsführerin ist Juliane Schöning, die Modern Indian Studies studiert. Ihr steht ein Team von sechs Personen zur Seite, das bisher ehrenamtlich arbeitet. Die Geschäftsidee hatte Mitgründer Hemant Chawla, der Kaufmann im Groß- und Außenhandel lernt, bei einem Festivalbesuch. Dort wurde ein Reisgericht nach Ausgehen des Einwegbestecks mit Brot als Ersatzlöffel serviert. „Warum verzichten wir nicht ganz auf Plastik?“, fragte sich der Inder.

Experimente mit verschiedenen Mehlsorten

Chawla sprach darüber mit Landsleuten. Sie begannen mit verschiedenen Mehlsorten und Herstellungsverfahren zu experimentieren. So entstand ein Löffel, der in heißen Gerichten 30 Minuten lang seine Form behält, in kalten Speisen 90 Minuten. „Er wird nur aus natürlichen Zutaten und ohne künstliche Aromen oder Konservierungsstoffe erstellt“, betont Chawla. Nach der Verwendung lässt sich der laktosefreie, vegane Löffel, den es in acht Geschmacksrichtungen gibt, als Snack verspeisen. Der Name Kulero stammt aus der Plansprache Esperanto und bedeutet „Löffel“.

Fertigung in Indien

Nachfrage gibt es auch in Indien, wo Einwegbesteck mittlerweile verboten ist. Dort fertigen heute 21 Mitarbeiter unter Leitung von Kruvil Patel die Löffel. In Europa sind unter anderem Fastfood-Ketten und Eisdielen an dem Produkt interessiert. 2021 wird Einwegbesteck auch in der Europäischen Union nicht mehr zugelassen sein. Kulero importiert die Löffel zur Zeit noch aus Indien. Sie kommen in Containern auf dem Seeweg. Der Aufbau einer eigenen Produktion in Deutschland oder Ungarn ist vom kommenden Jahr an geplant. Kulero will zudem Kaffeerührer, Essstäbchen und 2020 auch eine essbare Gabel auf den Markt bringen.

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Von Michael Caspar

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