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Regional KWS Saat: Zuckerrübe soll trotz Blattkrankheit zukunftsfähig bleiben
Nachrichten Wirtschaft Regional KWS Saat: Zuckerrübe soll trotz Blattkrankheit zukunftsfähig bleiben
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06:00 08.01.2020
Während der KWS-Fachtagung unterstreichen Experten des Unternehmens das Zukunftspotenzial der Zuckerrübe. Quelle: KWS
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„Wir sind absolut überzeugt, dass die Zuckerrübe trotz vieler Herausforderungen weiterhin großes Potenzial für die Zukunft hat. Die Rübe ist ein Multitalent und sie war, ist und bleibt eine wichtige strategische Feldfrucht bei KWS“, habe Alexander Coenen, KWS-Regionenleiter Zuckerrübe für Deutschland und Österreich, vor rund 100 Gästen der Fachtagung erklärt, so Britta Weiland von der Pressestelle der KWS.

Klimaschützer, Sauerstoffproduzent, regionaler Zuckerlieferant, wachsend auf heimischen Äckern und einsetzbar für erneuerbare Energien, als Futtermittel, in der Verpackungsindustrie sowie für die menschliche Ernährung: „Die Liste positiver Eigenschaften der Zuckerrübe ließe sich fast beliebig erweitern“, heißt es in der Mitteilung.

Investitionen in die Entwicklung neuer, „leistungsstarker“ Sorten

Peter Hofmann, verantwortliches Vorstandsmitglied bei KWS für das Segment Zuckerrübe, habe betont, dass KWS die Zuckerrübe in vielfältiger Weise attraktiv für die Zukunft mache. Rund 90 Millionen Euro investiere KWS jährlich „direkt und indirekt in die Entwicklung neuer, leistungsstarker Sorten“; das Ergebnis lasse sich „als züchterischer Fortschritt messen – er beträgt rund zwei Prozent jährlich“ beziehungsweise „bis zu zwei Tonnen mehr Rüben pro Hektar und Jahr“.

Prof. Mark Varrelmann, Abteilungsleiter Phytomedizin beim IfZ Göttingen (Institut für Zuckerrübenforschung), habe über die Bedeutung der Blattkrankheit Cercospora und die aktuellen Herausforderungen bei der Bekämpfung referiert, so Weiland. 60 bis 90 Prozent der Anbaufläche in Deutschland seien von Cercospora betroffen. Die chemische Kontrolle mit Fungiziden werde durch die zunehmende Ausbreitung von Resistenzen erschwert.

„Höchste Resistenz mit höchster Ertragsleistung kombinieren“

Carsten Stibbe und Ernst von Stockhausen vom KWS Agro-Service hätten eine neue Lösung bei Befall mit Cercospora in Aussicht gestellt. Der KWS Zuckerrübenzüchtung sei es gelungen, „mithilfe einer neuen Resistenzquelle höchste Resistenz mit höchster Ertragsleistung zu kombinieren“. Soll heißen: Auch unter Starkbefallsbedingungen bestehe „die Möglichkeit, den Zuckerertrag abzusichern und gleichzeitig Fungizidmaßnahmen einzusparen“, teilt Weiland mit. Bereits 2022 könnten die ersten Sorten für den Anbau zur Verfügung stehen. „Die neue Genetik leistet einen wichtigen Beitrag für einen nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Zuckerrübenanbau in Deutschland.“

KWS sei eines der führenden Pflanzenzüchtungsunternehmen weltweit, teilt das Unternehmen mit. Mehr als 5500 Mitarbeiter in 70 Ländern hätten im Geschäftsjahr 2018/2019 einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro erwirtschaftet und ein Ergebnis von 150 Millionen Euro vor Zinsen und Steuern (EBIT) erzielt. Seit mehr als 160 Jahren werde KWS als „familiengeprägtes Unternehmen eigenständig und unabhängig geführt“. Schwerpunkte seien die Pflanzenzüchtung und die Produktion sowie der Verkauf von Mais-, Zuckerrüben-, Getreide-, Raps-, Sonnenblumen- und Gemüsesaatgut. KWS setze modernste Methoden der Pflanzenzüchtung ein, „um die Erträge der Landwirte zu steigern sowie die Widerstandskraft von Pflanzen gegen Krankheiten, Schädlinge und abiotischen Stress weiter zu verbessern“. Um dieses Ziel zu erreichen, habe das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr rund 200 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung investiert.

Von Stefan Kirchhoff

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