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Regional KWS feiert in Einbeck Richtfest des Maschinenhauses sechs
Nachrichten Wirtschaft Regional KWS feiert in Einbeck Richtfest des Maschinenhauses sechs
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16:25 03.09.2018
Richtfest für das neue Maschinenhaus der KWS. Quelle: r / KWS
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Einbeck

Mit knapp 22 Metern ist der Maschinenhaus eines der höchsten Gebäude an der Grimsehlstraße in Einbeck, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Es sei „wesentlicher Bestandteil“ eines umfassenden Projekts zur Modernisierung und Ausweitung der Produktion von Zuckerrübensaatgut. Nicht nur die äußeren Dimensionen seien beeindruckend: „Mit der Fertigstellung des Rohbaus kann die Installation der Anlagentechnik für Wirkstoffapplikation und Verpackung von Saatgut beginnen“, betonte der Sprecher. Hierbei kämmen innovative Eigenentwicklungen der KWS-Ingenieure zum Einsatz.

Kapazitätsgrenze überschritten

„Die bisherige Anlagentechnik hat aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach unseren Sorten die Kapazitätsgrenze bereits überschritten“, sagte Peter Hofmann, im KWS-Vorstand unter anderem für das Ressort Zuckerrübe verantwortlich. „Darüber hinaus hat sich das Bestellverhalten unserer Kunden geändert: Der Trend geht zu mehr Sorten in kleineren Mengen und späteren Bestellungen sowie dem Wunsch nach einer möglichst frühen Lieferung. Diesen Anforderungen der Landwirte werden wir mit innovativer Technik gerecht.“

Kameras sollen Vermischung von Saatgutchargen verhindern

Herzstück des Maschinenhauses werde ein riesiges Hochregalsystem. Das Saatgut soll in Siloboxen automatisch zu den einzelnen Prozessschritten wie der Wirkstoffapplikation und der Verpackung hin- und herbewegt werden. Eine einzelne Box ist „etwa einen Kubikmeter groß und wiegt voll befüllt bis zu 600 Kilogramm“. Im Hochregallager kommen insgesamt 300 Siloboxen zum Einsatz. Eine Kamera soll kontrollieren, ob die Behältnisse vollständig entleert wurden, damit sich keine Saatgutchargen vermischen. „Mit dem neuen System können wir geringere Mengen effizienter produzieren, Rüstzeiten minimieren und gleichzeitig die Saatgutqualität weiter erhöhen – und das bei einem immer breiteren Produktportfolio“, sagte Peter Hofmann.

KWS: „Beitrag zur nachhaltigen Landwirtschaft“

KWS sei Weltmarktführer bei Zuckerrübensaatgut, betonte der Unternehmenssprecher. Jahr für Jahr werden weitere Sorten zugelassen, die den Ertrag steigern würden. KWS-Sorten seien widerstandsfähig gegen verschiedene Krankheiten und Schädlinge. Dieser Vorteil reduziere den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel und „trägt damit zu einer nachhaltigen Landwirtschaft bei“. So bleibe der Anbau von Zuckerrüben auch bei einem möglichen Befall in den verschiedenen Anbauregionen wettbewerbsfähig – „und bleibt ein wertvoller Teil der Fruchtfolge“.

Die Produktionsanlage soll im Februar 2019 in Betrieb gehen. Zuvor wurde eine neue Logistik- und Lagerhalle errichtet. Hinzu kommt eine weitere Lagerhalle, die „eins zu eins abgebaut und 100 Meter entfernt neu aufgestellt“ wurde. Zudem will KWS im Sommer 2019 eine Anlage zur Pillierung von Zuckerrübensaatgut fertigstellen. Insgesamt, so der Sprecher, investiert das Pflanzenzüchtungs-Unternehmen 40 Millionen Euro in innovative Anlagen.

Von Stefan Kirchhoff

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