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Regional „Wir wollen weiter wachsen“
Nachrichten Wirtschaft Regional „Wir wollen weiter wachsen“
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16:40 21.03.2017
Filialleiter Lars Pätzold Quelle: r
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Herr Pätzold, Sie sind seit 2013 Filialleiter bei Karstadt Sports Göttingen. Wo haben Sie vorher gelebt?

Ich stamme aus Köln. Heute lebe ich mit meiner Familie in Gross Ellershausen. Nach der Geburt unserer Tochter haben wir unseren Lebensmittelpunkt hierher verlegt.

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Für Karstadt Sports läuft es nach schwierigen Zeiten wieder etwas besser?

Karstadt Sports hat sich als Gesamtunternehmen neu ausgerichtet und entwickelt sich derzeit gut. Unser CEO Michael Rumerstorfer hat das Ziel klar vorgegeben: Wir sind im Moment noch an zweiter Stelle im deutschen Sportmarkt, aber wir wollen Marktführer werden. Daran arbeiten wir auch hier in Göttingen. Mit der Entwicklung der Geschäftszahlen sind wir derzeit sehr zufrieden. Ein gutes Wintergeschäft war ein erfolgreicher Einstieg ins laufende Jahr. Jetzt wird es wieder wärmer draußen, da werden die Leute sicher von unseren Angeboten profitieren wollen.

Tageblatt: Wie sieht die Neuausrichtung von Karstadt Sports genau aus?

Lars Pätzold: Seit 2015 ist Karstadt Sports mit seinen 28 Häusern ein komplett eigenständiges Unternehmen. Wir verfügen jetzt über eine eigene Warenwirtschaft und haben alle internen Prozesse autonom aufgestellt. Im Oktober 2016 sind wir mit unserer neuen Strategie gestartet und richten unser Angebot dabei noch lokaler aus. Hier in Göttingen ist aktuell zum Beispiel alles rund ums Laufen und Fitness sowie  auch Radsportzubehör sehr gefragt.

Welche Vorteile haben Sie gegenüber Mitbewerbern?

Unsere Häuser stehen an bester Lage, direkt in der Innenstadt, bei uns kann man austesten und wird von Profis beraten. Das ist ein klarer Trumpf, den wir ausspielen können. Gerade feilen wir an einem neuen Ladenkonzept, um noch mehr Kunden für unsere Sportartikel zu begeistern.

Wie soll das Konzept aussehen?

Mehr Erlebnis und mehr interessante Marken. Wir wollen unseren Kunden in den verschiedenen Bereichen des Sports zudem mehr Service anbieten. Schon seit ein paar Wochen haben wir zum Beispiel einen 3D-Fußscanner. Ein Programm schlägt nach dem Scan den Kunden die passenden Lauf-, Wander- oder Treckingschuhe vor.

Wie viel Platz haben Sie in der Filiale am Marktplatz?

Wir können mit rund 2300 Quadratmeter Verkaufsfläche arbeiten. 

Und das Untergeschoss?

Nach dem Auszug der Spielwaren haben wir dort unsere Vermarktung platziert. Langfristig suchen wir aber einen neuen Mieter, der zu unserem Ladenkonzept passt. Unsere Zentrale in Essen führt in diesem Zusammenhang sehr interessante Gespräche.

Das klingt alles nach einem klaren Bekenntnis zu Göttingen.

Ja absolut, das ist es. Wir wollen bei Karstadt Sports sogar weiter wachsen und in den nächsten fünf Jahren fünf bis sechs zusätzliche Standorte eröffnen.

Der Markt für Sportartikel ist dafür groß genug?

In Deutschland geben die Menschen für Sportartikel rund 8 Milliarden Euro pro Jahr aus. Tendenz steigend, denn der gesamte Bereich boomt. Die Menschen müssen in Zukunft mehr für ihre Gesundheit tun. Das heißt mehr Sport, mehr Bewegung. Davon wollen und können wir nur profitieren.

Das Interview führte Bernhard Marks