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Regional Steigende Passagierzahlen, aber ...
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15:00 28.11.2017
Landendes Flugzeug am Regionalflughafen Kassel-Calden, der offiziell „Kassel Airport“ heißt (Archivbild). Quelle: Swen Pförtner
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Kassel

Rund 8000 Passagiere mehr als im Sommer 2016 konnte der Regionalflughafen verbuchen. Die Anzahl der Mitarbeiter ist 2017 auf 168 gestiegen (2015 waren es noch 135). Bei den Flugbewegungen gab es hingegen einen leichten Rückgang von etwa einem Prozent auf 16861. Thomas Schäfer (CDU), Hessens Finanzminister und Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen GmbH Kassel, gibt sich dennoch optimistisch: „Rund um den Kassel Airport ist Aufbruchstimmung zu spüren, seitdem Schauinsland-Reisen und Sundair ein eigenes Flugzeug dort stationiert haben. Es ist erfreulich zu sehen, dass aus dieser guten Stimmung auch gute Zahlen werden. Der Trend am Flughafen zeigt weiter nach oben.“ Besonders erfreulich seien die Zahlen auch, da der touristische Sommerflugplan am nordhessischen Flughafen in diesem Jahr erst am 1. Juli startete – und nicht, wie sonst an Flughäfen üblich, bereits am 1. Mai.

Rekordwert beim Passagieraufkommen

Lars Ernst, Geschäftsführer des Kassel Airport, sieht die positive Entwicklung auch in einer offensiveren Vermarktung begründet: „Bedanken möchte ich mich bei den Reisebüros, die mit Freude wieder Reisen ab Kassel verkaufen und damit maßgeblich am erfolgreichen Sommer 2017 mitgewirkt haben.“ Sofern sich der positive Trend fortsetzt, erwartet der Flughafen in diesem Jahr nach eigenen Angaben einen mit mehr als 70000 einen Rekordwert beim Passagieraufkommen.

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Neue Destinationen, aber beliebte Ziele fallen weg

Zur Ruhe scheint der Kassel Airport trotzdem nicht zu kommen. So nimmt die Airline Sundair zwar im kommenden Jahr ab Sommer zusätzliche Verbindungen auf und startet dann mit der in Calden stationierten Maschine viermal wöchentlich nach Palma de Mallorca (Spanien), dreimal nach Kreta und je zweimal nach Rhodos, Kos (alle Griechenland), Hurghada (Ägypten) und Varna (Bulgarien). Gleichzeitig nimmt das Unternehmen aber die beliebten Ganzjahresdestinationen Gran Canaria und Teneriffa (beide Spanien) nach dem Winterflugplan aus dem Programm des Kassel Airport. Das allein wäre vielleicht zu verschmerzen – wären da nicht die negativen Schlagzeilen, die der Flughafen derzeit wieder einmal in der bundesweiten Medienlandschaft generiert. So gab es in den vergangenen Tagen diverse Berichterstattungen auch in überregionalen Medien, die sich mit vertraulichen Informationen des Hessischen Rechnungshofes beschäftigten. Wiedergegeben wurden darin jeweils Teile des Prüfungsergebnisses des Rechnungshofes zur wirtschaftlichen Situation des Kassel Airport.

Subventionssumme könnte deutlich steigen

Demnach könnte die Subventionssumme für den kleinen Flughafen bis 2024 von eigentlich geplanten 270,5 auf knapp 327 Millionen Euro ansteigen. Außerdem ist in den Berichten von einem jährlichen strukturellen Defizit von bis zu fünf Millionen Euro auch über 2024 hinaus die Rede – selbst bei künftig positiven Jahresergebnissen, die allerdings in naher Zukunft kaum zu erwarten seien. Zur Orientierung: Allein 2016 hat der Flughafen einen Verlust von 6,2 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Hessische Rechnungshof wollte die kolportierten Zahlen gegenüber dieser Zeitung auf Nachfrage weder bestätigen noch dementieren.

Airport-Fest am 20. Januar 2018

Wer sich selbst einmal ein Bild vom Flughafen in Kassel-Calden machen möchte, kann sich den 20. Januar 2018 vormerken. An diesem Tag feiert die Betreibergesellschaft ihr jährliches Airport-Fest direkt im Terminal – wie schon in den Vorjahren mit Live-Musik, Kinderprogramm und angeschlossener Reisemesse. Erwartet werden hierzu mehrere Tausend Besucher.

Von Markus Riese

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