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Regional Keimfreies Wasser und genießbare Rotweine
Nachrichten Wirtschaft Regional Keimfreies Wasser und genießbare Rotweine
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18:19 12.08.2010
Besichtigung der Labore: Hartwig Fischer, Michael Sawatzki, Klaus-J. Schmelz, Canon F. K. Butagira und Otfried Möller (v.l.). Quelle: CR
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Sauberes Wasser ist ein großes Problem in Afrika. Häufig wird Wasser direkt aus Bodenlöchern geschöpft, oft verunreinigt. Hartwig Fischer, Mitglied des Bundestages, weiß um den Kampf gegen Krankheitserreger aus achtjähriger Arbeit als Afrika-Experte der CDU. Deshalb war es ihm wichtig, den ugandischen Botschafter Canon Francis K. Butagira mit Dr. Otfried Möller (75) und Klaus-Jürgen Schmelz (67) zusammenzubringen.

Sie sind die Gründer des Göttinger Unternehmens, das sich auf Wasserqualitäten versteht wie kaum eine andere Firma. Die von ihnen entwickelten Nährkartonscheiben (kurz NKS) machen Krankmacher und gefährliche Keime im Wasser sichtbar. Auf Membranfiltern (sie werden zugekauft), über die das Wasser fließt, sammeln sich Keime. Der Filter, so erklärt der promovierte Mikrobiologe Möller, wird auf den befeuchteten Nährkarton gebracht, auf dem, so vorhanden, Keime in 24 bis 48 Stunden nachweisbar sind. Das ermöglichen spezielle Nährlösungen, die auf hemmstofffreie Kartons gebracht werden. Die Rezepturen, die in den Laboren in der Robert-Bosch-Breite 15 gemischt werden, sind das Geheimnis der Göttinger. Mehr als 40 verschiedene NKS-Typen liefern sie weltweit aus, die Exportquote liegt bei 40 Prozent. Tendenz steigend. Mit dem Typenprogramm, so stellt Chemotechniker Schmelz klar, sei man weltweit führend. Großer Abnehmer ist zum Beispiel Coca Cola Deutschland. Für den Getränkehersteller, der höchste Anforderungen an die Wasserqualität stelle, entwickeln und fertigen die Göttinger spezielle NKS.

Im Februar 1986 haben sich Möller und Schmelz selbstständig gemacht, sind als Zwei-Mann-Betrieb gestartet. Beide kommen aus dem Haus Sartorius. Mit Unterstützung ihrer Familien wuchs die Firma Jahr für Jahr, schreibt seit Gründung schwarze Zahlen. „Wir haben höchste Bonität bei den Banken“, antwortet Schmelz auf die Frage nach dem konkreten Ertrag.

Für die kommenden Jahre hat das Unternehmen mit aktuell elf Beschäftigten reichlich neue Ideen für die Qualitätskontrolle mit NKS. So haben die Göttinger den mikrobiologischen Part eines EU-Projekts übernommen. Dabei wurden in zweijähriger Forschungsarbeit NKS zum Nachweis der weinschädlichen Hefe Brettanomyces, die vor allem bei roten Barrique-Weinen auftritt, entwickelt.

Hier laufe nun der Vertrieb an, erklärt Michael Sawatzki, der das Führungsduo seit 2009 unterstützt. Der 46-jährige Diplom-Biologe, der in der Göttinger Humangenetik und bei der Einbecker Firma Schleicher & Schuell tätig war, ist bei Möller & Schmelz zuständig für Marketing und Vertrieb. Sawatzki wird sich auch um eine Zusammenarbeit mit ugandischen Unternehmen kümmern. Er und Klaus-Jürgen Schmelz nehmen aus diesem Grund am deutsch-ugandischen Wirtschaftsforum im September in München teil.

„Wir waren immer Exoten“, sagt Christoph Wolf über seine Innung, die in diesem Jahr nur einen Lehrling freisprechen kann. In seinem Betrieb hat Fabian Blume das Handwerk des Steinmetzes und Bildhauers erlernt, im Betrieb von Obermeister Walter Füllgrabe (Bovenden) die praktische Prüfung gemacht.

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