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Regional „Klares Bekenntnis zur Zukunft des Briefes“
Nachrichten Wirtschaft Regional „Klares Bekenntnis zur Zukunft des Briefes“
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18:17 19.11.2010
Von Hanne-Dore Schumacher
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26 Kollegen im Briefzentrum sind von der Umstellung im Maschinenpark betroffen. Das, was bis vor kurzem noch zwei Maschinen machten, erledigt jetzt eine Siemens-Maschine (mit entsprechend weniger Personal).

Gestern stellte der Niederlassungsleiter „Brief Braunschweig“ Manfred Eisenträger die zwei neuen Sortieranlagen für Standard- und Kompaktbriefe vor. Zur offiziellen Inbetriebnahme war er nach Göttingen gekommen (Niederlassungssitz ist Braunschweig) und hatte Oberbürgermeister Wolfgang Meyer in die Siekhöhenallee 1 eingeladen.
Es sei die größte Investition in neue Brieftechnik seit dem Bau der Briefzentren Mitte der 90er Jahre, erfuhr Meyer beim Rundgang. Allein in Göttingen werden es bis März 2011 4 Mio. Euro sein. Und, so hatte bereits Konzernvorstand Jürgen Gerdes die Gesamt-Investition von 420 Mio. Euro für die 83 deutschen Briefzentren begründet: „Es ist ein klares Bekenntnis zur Zukunft des Briefes.“

Ab Januar wird in Göttingen eine dritte Maschine installiert und bis Ende März in Betrieb genommen, kündigte Manfred Grahneis, Leiter Briefzentrum Göttingen, an. Eine Sortieranlage für Groß- und Maxibriefe wird es sein. Mit den neuen Maschinen soll die Zahl der Sortierschritte reduziert und die Geschwindigkeit der Briefbearbeitung erhöht werden. „ Wir bleiben damit wettbewerbsfähig“, sagt Betriebsrätin Mross, obwohl auch sie weiß, dass durch erhöhten Automatisierungsgrad weniger Mitarbeiter gebraucht werden. 18 Monate laufe der „Schutztarifvertrag“, alle 180 Beschäftigten in Göttingen seien bis zum 31. Dezember 2011 vor betriebsbedingten Kündigungen tarifvertraglich geschützt.

Erfreut zeigte sich Oberbürgermeister Meyer über die Investitionen in Göttingen. Von einem jährlichen Finanzvolumen für das Briefzentrum Braunschweig in Höhe von 10 Mio. Euro blieben 40 Prozent im Raum Göttingen, erfuhr Meyer bei seinem gestrigen Besuch. Davon profitiere die Wirtschaft. Allein für 2 Mio. Euro würden die 1200 Fahrzeuge der Niederlassung jährlich betankt. Das Briefzentrum am Standort Göttingen wurde am 27. Oktober 1997 mit 220 Beschäftigten in Betrieb genommen. Der Maschinenpark ist für 1,5 Millionen Briefe pro Tag ausgelegt, 700 000 sind zurzeit im Durchschnitt.