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Regional Klauser-Türen gehen um 8 Uhr auf
Nachrichten Wirtschaft Regional Klauser-Türen gehen um 8 Uhr auf
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17:50 07.03.2012
Von Hanne-Dore Schumacher
Starten am Donnerstag: Klauser-Mannschaft mit Udo Lorke und Anke Thormann im renovierten Geschäft.
Starten am Donnerstag: Klauser-Mannschaft mit Udo Lorke und Anke Thormann im renovierten Geschäft. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Im ehemaligen Textil-Geschäft Wolltex wollen die Wuppertaler ein Vollsortiment mit 25 000 Paar Schuhen anbieten, kündigt Verkaufschef Heinz-Werner Döring an. Rund 1 Mio. Euro hat das Unternehmen, das seit März 2007 die Schuh-Ecke in der Groner Straße 27 betreibt (früher Keil), in Göttingen seit Jahresbeginn 2012 investiert.

„Göttingen ist ein interessanter Standort“, begründet Döring die Entscheidung für ein zweites Ladengeschäft in der Universitätsstadt. Für ihn steht außer Frage, dass die Schuh-Ecke (mit dem legendären Kinderkarussell) weiter bestehen wird, auch mit sich zum Teil überschneidenden Sortimenten. Das neue Geschäft beschreibt er als „jünger und auch exklusiver“.

Schon gestern Nachmittag waren etliche Innenstadtbesucher interessiert daran, was „im ehemaligen Wolltex passiert“. An fast allen Schaufenstern (es sind mehr als zehn) drängelten sich Neugierige, und nicht Wenige wollten das Geschäft bereits betreten. Geschäftsführer Udo Lorke und seine 23 Mitarbeiter waren indes längst nicht mit dem Einsortieren der Ware fertig und mussten vertrösten.

Lorke (43) kennt die Südniedersachsen, und das seit langer Zeit. Der gebürtige Göttinger war 19 Jahre bei Wolltex beschäftigt, zuletzt als Abteilungsleiter. Für Döring ist das  „ein Glücksfall“. Er ist froh, dass er Mitarbeiter aus der Region akquirieren konnte, die die Stadt und ihre Menschen gut kennen. Lorke ist nicht der einzige „Wolltex-Mann“. Insgesamt hat Klauser neun Mitarbeiter der Textilfirma, die aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben hat, übernommen.

Konkurrenz belebt das Geschäft

„Wir müssen die Kunden in Göttingen halten“, ist Döring wichtig. Die Kaufkraft sei da. Dazu brauche es erfahrene Mitarbeiter, aber auch ein entsprechendes Sortiment. „Wir müssen eine bestimmte Auswahl bieten“, sagt er. „Das können die Kleinen allein nicht schaffen, ist sich Döring sicher. Deshalb steht er auch zur „Schuh-Ecke“ und hat keine Bange, wenn sich im Klauser-Umfeld weitere Schuhgeschäfte ansiedeln. „Konkurrenz belebt das Geschäft“, lautet sein Motto.

„Göttingen wird ein Schuhhaus für die ganze Familie“, hatte Regionalverkaufsleiter Tino Beute im Tageblatt-Interview im Januar angekündigt. An das Konzept haben sich die Wuppertaler, die noch 52 Salamander-Geschäfte bundesweit betreiben und mehrere Marken unter ihrem Dach führen, gehalten: Im Erdgeschoss finden sich Damenschuhe, im ersten Obergeschoss das Kinder – und Herrensortiment. Und eine Rutsche gibt es auch.