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Regional Krankenstand in der Region Göttingen steigt
Nachrichten Wirtschaft Regional Krankenstand in der Region Göttingen steigt
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18:39 11.09.2012
Von Hanne-Dore Schumacher
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Göttingen

„Damit waren an jedem Tag des Jahres von 1000 DAK-versicherten Arbeitnehmern 37 krankgeschrieben“, so der stellvertretende Leiter des Servicezentrums Göttingen. Den deutlichsten Anstieg von Ausfalltagen habe es aufgrund von Kreislauferkrankungen (+57%) gegeben, so Bäte. „Schlaganfälle, Schwindel  oder Bluthochdruck“, nennt der 37-Jährige als Beispiele. Auch Krankschreibungen aufgrund von Atemwegserkrankungen wie Erkältungen oder Bronchitis hätten um 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Nach der neuesten Befragung bleiben Muskel-Sklett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen die häufigste Krankheitsursache, trotz leichten Rückgangs um 3,6 Prozent. Gegen den Bundestrend könne Göttingen einen Rückgang von Ausfalltagen aufgrund psychischer Erkrankungen verzeichnen.

Bäte sieht bei der Höhe des Krankenstandes in der Region Handlungsbedarf. Gesund leben und arbeiten gehören für ihn zusammen, und für ihn steht fest: „Die Arbeitgeber können über ein Gesundheitsmanagement den Krankenstand im Unternehmen beeinflussen.“ Rücken- und Antistresskurse empfiehlt er. Stress und Frust im Beruf erhöhten das Infarkt-Risiko, belege die neueste Untersuchung. Bäte: „Herzinfarkte sind schon lange keine Managerkrankheit mehr.“ 9,7 Prozent der niedersächsischen Berufstätigen litten unter einer „Gratifikationskrise“, weil sie sich für ihre Anstrengungen im Beruf nicht ausreichend belohnt fühlten.