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Regional Abwärme sinnvoll nutzen
Nachrichten Wirtschaft Regional Abwärme sinnvoll nutzen
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05:00 14.02.2019
Quelle: dpa
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Northeim/Braunschweig

In einem ersten Schritt werden Unternehmen gesucht, die mitmachen wollen, teilt die Northeimer Kreisverwaltung weiter mit. Noch in diesem Jahr soll das „Innovative Abwärme/Ressourcenkataster für Wirtschaftsförderung, Regionalentwicklung und Klimaschutz“ seine Arbeit aufnehmen. Es zielt darauf ab, die bei produzierenden Unternehmen entstehende Abwärme, die gegenwärtig ungenutzt in der Atmosphäre verpufft, nachhaltig für benachbarte Unternehmen, Haushalte oder öffentliche Einrichtungen nutzbar zu machen. Laut Angaben der Deutschen Energie-Agentur (DENA) werden in Deutschland jährlich etwa 125 Terrawattstunden ungenutzter Abwärme in die Luft gepustet.

Zur Modellregion zählen neben dem Landkreis Northeim die Kreise Wolfenbüttel und Goslar. Zu Beginn sollen mögliche Abwärmepotenziale in Unternehmen erfasst werden. Dazu kommt Prof. Dr.-Ing. Lars Kühl, Leiter des Instituts für energieoptimierte Systeme der Hochschule Ostfalia, in das jeweilige Unternehmen und sucht nach Abwärmequellen, deren Nutzungsmöglichkeiten und Einsparpotenziale, die in einem Kurzbericht samt Maßnahmenkatalog für die Firma dargestellt werden.

Kostenlose Recherche

Diese Recherche ist für die Betriebe kostenfrei, erklärt die Northeimer Kreisverwaltung.

Im weiteren Projektverlauf soll die bislang ungenutzte Energie in einem digitalen Abwärme- und Energieressourcenportal dargestellt werden, um einen Überblick über die vorhandenen Energieressourcen zu erhalten. Über die Analyse von Wirtschaftlichkeitsszenarien sollen dann konkrete Maßnahmen zur gemeinsamen Wärme- und Energienutzung abgeleitet werden. So ist beispielsweise denkbar, dass die Nachbarn eines Industrieunternehmens oder einer Bäckerei die entstehende Abwärme für die eigene Energie- und Wärmeversorgung nutzen und so dazu beitragen, die produktionsbedingten Ausstöße sinnvoll zu verwerten.

„Dieses Projekt“, erklärt die für das Projekt zuständige Dezernentin Uljana Klein, „hat Leuchtturmcharakter und kann nicht unerheblich zur Reduzierung von CO2-Emmissionen beitragen. Darüber stärkt es die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen in den Bereichen Energie, Klimaschutz und Ressourceneffizienz.“

Interessierte Unternehmen im Landkreis Northeim können ihr Interesse an der Projektteilnahme bei der Wirtschaftsförderung des Landkreises, Caroline Werner, E-mail cwerner@landkreis-northeim.de, bekunden. Eine Informationsveranstaltung für alle interessierten Firmen für das Frühjahr ist in Vorbereitung.

Von Matthias Heinzel

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