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Regional La Vision expandiert und investiert in Göttingen
Nachrichten Wirtschaft Regional La Vision expandiert und investiert in Göttingen
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21:11 04.07.2011
Vor dem Neubau: Heinrich Voges (links) und Bernhard Wieneke (rechts) mit Architekt Stefan Meyfart.
Vor dem Neubau: Heinrich Voges (links) und Bernhard Wieneke (rechts) mit Architekt Stefan Meyfart. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

2010 betrug der Umsatz erstmals 20 Mio. Euro. Um die Arbeit zu schaffen, stellte La Vision im vergangenen Jahr zehn neue Leute ein.

70 Mitarbeiter sind mittlerweile im Anna-Vandenhoeck-Ring 19 tätig. In diesem Jahr sollen weitere vier Beschäftigte dazukommen. Voges: „Wir suchen Ingenieure und Mechatroniker im Bereich der optischen Messtechnik.“ Weil das Gebäude auf der Siekhöhe, das das Unternehmen 2001 bezogen hat, mittlerweile zu klein geworden ist, hat La Vision angebaut. Für 2,5 Mio. Euro entstanden innerhalb von acht Monaten Büros, Labor- und Produktionsräume mit einer Nutzfläche von 1900 Quadratmetern. „Wir haben unsere Fläche verdoppelt“, sagt Voges. Nun sei genug Platz für 120 Mitarbeiter da. „Wenn wir in der Geschwindigkeit weiter wachsen, werden wir in einigen Jahren so viele sein“, prognostiziert Voges. Geschäftsführer Wieneke ergänzt: „Wir wissen natürlich nicht, wie sich der Markt entwickeln wird.“ Derzeit machen Universitäten und andere Forschungseinrichtungen das Gros der Kundschaft aus. „So lange die öffentliche Hand Geld hat, geht es uns gut“, kommentiert Voges. Die optischen Messgeräte von La Vision dienen dazu, Formel-I-Boliden und Flugzeugflügel im Windkanal zu optimieren. Sie werden zur Verbesserung von künstlichen Herzklappen eingesetzt, und Forscher verwenden sie, um Verbrennungsprozesse in Motoren effizienter zu gestalten.

„Im Bereich der sogenannten bildgebenden Strömungsmesstechnik sind wir Marktführer“, sagt Wieneke. La Vision kooperiert unter anderem mit dem Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum, den Max-Planck-Instituten und dem Laser-Laboratorium Göttingen.

70 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen, das 1989 gegründet worden ist, im Ausland. „2010 haben wir vor allem von China profitiert, die Chinesen geben kräftig Geld aus“, sagt Voges. La Vision hat eine Chinesin eingestellt, um die Kommunikation zu verbessern. Auch die USA investieren. Stabile Märkte sind Europa und Japan, so der Geschäftsführer.

Von Michael Caspar