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Regional Leergut wird langsam knapp
Nachrichten Wirtschaft Regional Leergut wird langsam knapp
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00:25 02.08.2018
Klaus Pfahlert, Marktleiter der Getränke-Quelle in der Güterbahnhofstraße, bereitet sein Leergut zur Abholung vor. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

Allerdings: Das Problem betrifft offenbar in erster Linie die Hersteller und nicht Getränkemärkte oder gar Kunden. Denn noch läuft der Nachschub.

Bald jedoch könnte es knapp werden, meint beispielsweise Günter Haas von der Privatbrauerei Bergbräu in Uslar. Der Leergut-Rücklauf sei ins Stocken geraten, sagt der „Bergbräu“-Direktor in den Bereichen Vertrieb und Marketing. Aber: „Zurzeit kriegen wir gerade noch die Kurve.“

Kisten in Kellern

Der Bergbräu-Brauerei machen derzeit gleich mehrere Faktoren zu schaffen. Zum einen natürlich die lange Hitzewelle und die damit verbundene höhere Nachfrage. Als weiterer Faktor wirke sich das Firmenjubiläum zum Anlass des 150-jährigen Bestehens der Brauerei aus, sagt Haas: Das Unternehmen habe zahlreiche Sonderaktionen gefahren, die viele Kunden genutzt hätten, um sich zu bevorraten. Haas: „Da haben die Leute kräftig eingekauft, und dann kamen die Sommerferien und sie sind in den Urlaub gefahren. Die Flaschen und Kisten, die wir jetzt bräuchten, stehen in den Kellern.“

Solche speziellen Probleme hat der Saftfabrikant Beckers Bester zwar nicht, aber das Leergut-Problem ist in Lütgenrode genau dasselbe wie in Uslar. „Wir haben derzeit richtig Probleme“, heißt es bei Beckers Bester. Zwar gelte hier wie auch bei Herstellern anderer Getränke die Grundregel Eins zu Eins – also die Liefermenge an den Handel entspreche der Menge des zurückkommenden Leerguts. Aber: „In letzter Zeit läuft das nicht mehr so gut“, meint der „Beckers“-Sprecher. „Wir bekommen wenig zurück.“

„Aufschwung bei Glas“

Und noch einen Faktor gebe es bei der zurzeit gestörten Balance zwischen Belieferung und Leergut-Rücklauf: Glasflaschen würden in jüngster Zeit wieder deutlich beliebter. „Es gibt einen regelrechten Aufschwung bei Glas“, habe das Lütgenroder Unternehmen auf dem Getränkemarkt beobachtet. Nachdem der Siegeszug der Plastikflaschen unaufhaltsam erschienen sei, besönnen sich die Endverbraucher wieder auf Glas als ökologisch unbedenkliches Verpackungsmaterial.

Getränkehandel ohne Probleme

Der Getränkehandel in der Region hat hingegen derzeit offenbar keine Leergut-Probleme. „Wir haben in diesen Tagen reichlich Leergut, das auch bald an die Hersteller zurückgeht“, sagt Marktleiter Klaus Pfahlert von der „Getränke-Quelle an der Güterbahnhofstraße. Engpässe bei den Herstellern scheine es bislang auch nicht zu geben – sein Markt werde weiterhin trotz der hohen Nachfrage mit allem ausreichend beliefert.

Ähnlich sieht es bei Gerke Getränke in der Industriestraße in Grone aus. „Es gibt kein Problem“, erläutert Hans-Joachim Seyer. „Wir werden ganz normal beliefert.“ Nur vor einigen Wochen habe es ein größeres Problem gegeben, als viele Getränkehersteller Probleme hatten, lebensmittelreines Kohlendioxid zu bekommen. Der Grund: Die reine Kohlendioxid-Version ist ein Nebenprodukt der Ammoniak-Herstellung. Vom Herbst bis Anfang April läuft dessen Herstellung auf vollen Touren, weil es dann für die Herstellung von Düngemitteln benötigt wird. Danach schwindet die Nachfrage. Wenn dann wie bei der derzeitigen Hitzewelle die Getränkenachfrage steigt, kommt es zum Engpass.

Das aber, sagt Gerke-Mitarbeiter Seyer, ist mittlerweile vorbei: Die Lieferungen sprudeln wieder.

Von Matthias Heinzel

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