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Regional Lösung für Wehmeyer soll rasch kommen
Nachrichten Wirtschaft Regional Lösung für Wehmeyer soll rasch kommen
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19:34 18.08.2011
Von Hanne-Dore Schumacher
Über die Zukunft Wehmeyers wird in Düsseldorf entschieden: Das Göttinger Haus gehört zur Unternehmensgruppe.
Über die Zukunft Wehmeyers wird in Düsseldorf entschieden: Das Göttinger Haus gehört zur Unternehmensgruppe. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Insolvenzverwalter Wolf von der Fecht und sein Team aus der Düsseldorfer Anwaltskanzlei Metzeler & von der Fecht sind seit dem 24. Juni dabei, „ein tragfähiges Zukunftskonzept“ für die Düsseldorfer Modekette (ehemals eine Karstadt-Quelle-Tochter) zu finden. Mit Hilfe eines Insolvenz-Planverfahrens will von der Fecht „das Überleben des Unternehmens durch Restrukturierung langfristig sichern“, heißt es aus Düsseldorf.

Ob dabei alle Standorte bestehen bleiben, wird derzeit nicht kommentiert. Zur Schieflage der Wehmeyer Lifestyle GmbH sei es durch eine angespannte Liquiditätssituation im Herbst 2010 gekommen. Die habe in den Folgemonaten zu einer Unterversorgung der Häuser mit Waren geführt und das operative Geschäft stark beeinträchtigt.

Wehmeyer habe die Finanzziele 2010 auch aufgrund einer ungünstigen Wetterlage im Dezember nicht erreichen können. Der neue Eigner Rajive Ranjan, der im Herbst 2008 die Vermögenswerte des damals insolventen Modeshauses Wehmeyer GmbH & Co. KG (Tageblatt berichtete) übernommen hatte, habe seitdem rund 4 Mio. Euro an Eigenkapital in das Unternehmen investiert, berichtet von der Fecht. Es sei gelungen Strukturen zu verschlanken, Kostentreiber abzubauen und die Logistik zu optimieren. Auch seien die Handelsbeziehungen zu Markenherstellern verbessert worden. Insolvenzverwalter Wolf von der Fecht hat sich auch deshalb vorgenommen: „Unser Ziel ist es, Wehmeyer zu sanieren und als Modehaus zu erhalten.“