Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Martina Kornmüller schließt ihr Geschäft in der Groner Straße
Nachrichten Wirtschaft Regional Martina Kornmüller schließt ihr Geschäft in der Groner Straße
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:51 15.08.2013
Will nach 31 Jahren etwas anderes machen: Martina Kornmüller. Quelle: Hinzmann
Anzeige
Göttingen

Ein paar Wochen noch, dann wird die 46-Jährige einen neuen Lebensabschnitt beginnen, wird die Innenstadt um ein weiteres Stück Einkaufstradition ärmer sein: Kornmüller schließt ihr Geschäft „Happy Go“.

Anlaufpunkt für Fans des Modelabels "Armor Lux"

Seit 1982, als der inzwischen verstorbene Rudolf Hartwig sein Geschäft unter dem Motto „Shoes and more“ (Schuhe und mehr) in der Groner Straße 60 eröffnete, ist der Laden Anlaufpunkt für Kunden und vor allem Kundinnen, die bequeme und gleichzeitig modische Schuhe mögen, die ein Shirt des französischen Modelabels „Armor Lux“ überstreifen wollen. „Niemand sonst in Göttingen vertreibt sie“, sagt Kornmüller, die auch Taschen und Lederaccessoires wie Gürtel, Börsen und Hundehalsbänder anbietet. Vor allem die Shirt-Käufer, viele schon seit Jahrzehnten treue Kundinnen, seien betrübt: „Wo krieg ich denn jetzt mein Armor Lux her?“, fragten viele ganz verzweifelt“, berichtet Kornmüller.

"Verkaufen macht Spaß"

Die geborene Göttingerin stieß 1984 als Schülerin zum Verkaufsteam, arbeitete zunächst als Aushilfe, später dann als Festangestellte. 2002 übernahm sie das Geschäft. „Verkaufen macht unglaublich viel Spaß und liegt mir im Blut“, sagt sie, nehme aber auch den Rücken stark in Anspruch. Sie wolle sich beruflich neu orientieren und etwas tun, was körperlich weniger anstrengend sei.

Außerdem habe sie vor, mit Jack Russell „Pepe“ (8) durch Feld und Wiese rund um ihren Wohnort Niedernjesa zu streifen und einen ausgedehnten Mallorca-Urlaub zu unternehmen, weil sie die Balearen-Insel in ihr Herz geschlossen hat.

Das „Happy Go“ werde noch so lange geöffnet bleiben, bis „möglichst die gesamte Ware verkauft ist“, kündigt die Geschäftsfrau an. Sie hofft, dass Verkäuferin Christiane Schneider, die fünf Jahre bei ihr tätig war, schnell wieder eine neue Arbeitsstelle findet.

Von Hauke Rudolph