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Regional Millioneninvestition / Göttinger Sparkasse baut Filiale in Grone
Nachrichten Wirtschaft Regional Millioneninvestition / Göttinger Sparkasse baut Filiale in Grone
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21:34 23.06.2014
Von Hanne-Dore Schumacher
Auf der Baustelle: Filialleiter Tobias Hauthal, Christa Langer, die Vorstände Jörg Sebode, André Schüller und Rainer Hald, Friedrich-Wilhelm Becker (ehemaliger Vorstand), Landrat Bernhard Reuter, Bürgermeisterin Birgit Sterr und Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (v.l.). Quelle: Pförtner
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Göttingen

 Im Herbst 2015 soll das Gebäude bezugsfertig sein, das die beiden Filialen in der Harzstraße und der Pestalozzistraße ersetzen wird. Zwischen 7 und 8 Mio. Euro wird die Sparkasse Göttingen in den neuen Standort investieren. Es wird die „modernste und größte Filiale“, versicherte Sparkassenchef Rainer Hald und begründete die Investition mit 14 000 Kunden in Grone. „Mehr als Einwohner“, so der Vorstandsvorsitzende. In Grone leben 11 600 Menschen.

Ökologisch und ökonomisch solle der zweistöckige Bau sein, mit Geothermie zur Nutzung der Erdwärme und mit Photovoltaik auf dem Dach. Bei der Auftragsvergabe werde man Handwerker aus Göttingen und der Region engagieren, stellte  Hald klar und sprach von „einem Bau mit Vorbildcharakter“.

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„Etwas Gutes zu tun für die Menschen“

„Der Verwaltungsrat steht geschlossen hinter dem Vorhaben“, sagte Landrat Bernhard Reuter (SPD), der gestern als Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse zum ersten Spatenstich gekommen war. Es handele sich um ein schlüssiges Konzept, so Reuter weiter, und ein Zeichen für Grone. „Wir haben den öffentlichen Auftrag, etwas Gutes zu tun für die Menschen und für die Region“, unterstrich Reuter.

Bürgermeisterin Birgit Sterr (SPD) erinnerte daran, dass es in den 60er und 70er Jahren bereits eine Kreissparkassenfiliale im Gotteslager gegeben hat. Sie lobte die Investition der Sparkasse in Grone. Das sei Nahversorgung, und „Nahversorgung ist Lebensqualität“. Für Grone-Süd wünscht sich die Bürgermeisterin eine „kleine Lösung“.

25 Parkplätze stehen zur Verfügung

Hald kündigte eine Selbstbedienungslösung (SB-Zone) für den Bereich Harzstraße an. Die Immobilie in der Pestalozzistraße wolle man verkaufen, kündigte Vorstand Jörg Sebode an. Eine Kindertagesstätte oder Gastronomie könne er sich vorstellen, so der Banker. Im Neubau auf dem 1493 Quadratmeter großen Gelände (drei Flurstücke) werden 20 Mitarbeiter tätig sein. 25 Parkplätze stehen zur Verfügung.

Kommentar von Hanne-Dore Schumacher

Es ist geschafft. Endlich passiert etwas auf dem Gelände Ecke Kasseler Landstraße / Gotteslager, das schon seit vielen Jahren als Schmuddelecke tituliert wird. Die Sparkasse baut eine funkelnagelneue Zweigstelle in Grone. Fast zwei Jahre wurde der Neubau konzipiert, immer wieder an den Plänen gefeilt und die Geduld von Bürgern und Ortsräten strapaziert.

Nach Schließung der Araltankstelle vor fast 20 Jahren waren dort Imbiss und Gebrauchtwagenhandel ansässig. Eine vernünftige Lösung für das Gelände in exponierter Lage indes ließ lange auf sich warten. Die Entscheidung der Sparkassen-Vorstände und das Ja der Verwaltungs- und Ortsräte, auf diesem Gelände die zentrale Sparkassefiliale für Grone zu errichten, ist eine gute Wahl.

Zum einen werden die bisherigen, uralten und nicht zuletzt sicherheitstechnisch bedenklichen Zweigstellen Pestalozzi- und Harzstraße an zentraler, gut erreichbarer Lage fusioniert. Zum anderen setzen die Banker ein deutliches Zeichen für den Standort Grone. 7 Millionen Euro für einen Filial-Neubau, das ist schon eine Hausnummer.