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Regional Mit Nanotechnologie gegen Graffiti-Schmierer
Nachrichten Wirtschaft Regional Mit Nanotechnologie gegen Graffiti-Schmierer
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15:44 07.11.2013
Graffiti beschädigen Fassaden: Sonja Kattge, Markus Böhme dessen Vater Robert Böhme bieten Hilfe.
Graffiti beschädigen Fassaden: Sonja Kattge, Markus Böhme dessen Vater Robert Böhme bieten Hilfe. Quelle: Straubel
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Göttingen

Ein halbes Jahr lang haben Tischler Markus Böhme (27) und Industriekauffrau Sonja Kattge (34) Chemie gebüffelt. 120000 Euro investierten sie in Technik. So beschafften sie einen Transporter mit einem Hochdruckreinigungsgerät und einem 600-Liter-Wasser-Tank. Seit Mai besteht ihre Firma Exuweg in der Hinterdorfstraße 25. Sie sind Franchise-Partner von Sven Umlauf aus Halle an der Saale, der sein Unternehmen 1994 gegründet hat. 50 Exuweg-Firmen gibt es in Deutschland.

Graffiti stellen nicht nur juristisch gesehen Sachbeschädigungen dar, betont Kattge. Sprayer verwendeten meist Autolacke auf Nitrobasis. Die Lösungsmittel mit den Farbpigmenten drängen in Baustoffe zum Teil mehrere Millimeter tief ein. Bei Baustoffen, die Kunstharze enthielten, würden die Lösungsmittel mit dem Kurzharz abbinden. Die Folge: Um die Graffiti zu entfernen, müsse ein Teil der Oberfläche abgetragen werden.

„Auf Fassaden bilden Graffiti zum Teil eine durchgehende Lackschicht“, erläutert Kattge. Die Diffusion von Wasser von innen nach außen werde unterbrochen. Wasserdampf kondensiere in freien Poren. Im Winter gefriere es und sprenge die davorbefindlichen Schichten ab. „Wir bieten daher Hauseigentümern nicht nur die mechanisch-chemische Reinigung von Flächen an, sondern auch Schutzbeschichtungen unter anderem auf Nanotechnologiebasis, so Kattge. Die Farben hielten dann nicht mehr und ließen sich leichter entfernen. Infos unter hier.

mic