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Regional Profis Haukohl und Larysz testen neuen BG-Riegel
Nachrichten Wirtschaft Regional Profis Haukohl und Larysz testen neuen BG-Riegel
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00:26 29.03.2018
Die BG-Profis Stephan Haukohl (l.) und Lenny Larysz lassen sich von Alcie Rohrbeck den neuen BG-Riegel reichen.
Die BG-Profis Stephan Haukohl (l.) und Lenny Larysz lassen sich von Alcie Rohrbeck den neuen BG-Riegel reichen. Quelle: Julian Habermann
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Göttingen

Einen Namen hat der Riegel noch nicht. Klar ist: Er soll gesund sein. Wie auch in den Müslis, die für die BG produziert werden, sorgen Heidelbeeren in den Riegeln für eine lila Farbe. Gesüßt wird der Riegel mit Reissirup. Das genaue Rezept bleibt jedoch geheim. „Das Rezept steht, jetzt kann es in die Produktion gehen,“ sagte Alice Rohrbeck von der Leitung der Müsli-Company. Die Werkstatt sponsert die BG mit ihren Produkten.

Müsli-Company: 15 Sorten Riegel, 50 Stück pro Tag

Haukohl, Larysz und Leunig gaben sich gut gelaunt nach ihrem Sieg über Bamberg am Vortag. Nachdem Myworx-Geschäftsführer Dietmar Thiele in einem kurzen Vortrag sein Unternehmen vorstellte, ging es vom Konferenz- in den Produktionsraum. Alice Rohrbeck und Arthur Hartwig erklärten den Fertigungsablauf der Riegel und der Müslisorten. Die Abteilung der Göttinger Müsli-Company stellt insgesamt 15 Sorten Riegel her und produziert etwa 50 Stück am Tag. Die Müslisorten werden individuell gemischt. Ob ein Kunde nur eine einzige Packung haben will oder ob es den Auftrag eines Großkunden auszuführen gilt: Alles wird von Hand gefertigt.

Veilchen besuchen auch weitere Abteilungen

Auch weitere Abteilungen schauten sich die BG-Profis an, zum Beispiel „Digital Media“. Hier wird altes Filmmaterial aufbereitet, Akten von Unternehmen werden digitalisiert. Haukohl und Larysz warfen von außen einen Blick in den Datenraum, in dem diese Akten bearbeitet werden – mehr war nicht erlaubt. Außerdem gab es noch die Fahrradwerkstatt an der Weender Landstraße 29 zu besichtigen, in der auch gebrauchte Räder verkauft werden.

Bildergalerie vom Besuch der BG-Profis Haukohl und Larysz bei Myworks und der Göttinger Müsli-Company:

Zwei BG-Profis und BG-Vertriebschef Nils Leunig haben sich das Unternehmen Myworx angesehen – und bei der dort angesiedelten Göttinger Müsli-Company auch gleich den neuen BG-Fitnessriegel probiert. Ein Rundgang durch die Werkstätten.

„Jeder von uns kann in eine Situation geraten, dass seine Leistungsfähigkeit durch eine Depression oder durch ein Psychose beeinträchtigt wird, und man beruflich nicht mehr machen kann, was man vorher tat“, erklärte Thiele den interessierten Sportlern. „Die Frage ist dann: Was mache ich statt dessen?“ Myworx möchte laut Thiele die Antwort auf diese Frage sein. Gilt eine Person als vermindert leistungsfähig, habe sie die Möglichkeit, auf dem sogenannten „zweiten Arbeitsmarkt“ Fuß zu fassen. Die 100 Beschäftigten bei Myworx hätten zwei Jahre Zeit, um sich beruflich zu rehabilitieren und zu orientieren. Sie könnten zunächst eine Ausbildung absolvieren. Die Werkstatt biete dann die Möglichkeit, in den Status eines Beschäftigten zu wechseln und sogar bis zur Rente einen geschützten Arbeitsplatz zu haben. Finanziert werde das Ganze von der Arbeitsagentur und dem Landessozialamt.

Myworx: Mit positiven Anreizen Selbstwertgefühl stärken

„Das ist ein Spagat“, erläuterte Thiele. Zum einen müsse man sich dem Wettbewerb stellen. Wenn der Kunde nicht zufrieden sei, dann komme er nicht mehr wieder. Doch die Menschen, die zu Myworx kommen, schafften es nicht jeden Tag zur Arbeit zu kommen. „Damit müssen wir leben“, sagte Thiele. Man dürfe krank werden und habe jederzeit die Möglichkeit, wiederzukommen. Mit positiven Anreizen wolle man das Selbstwertgefühl der Menschen stärken und sie gesellschaftlich integrieren. Dafür gebe es auch eine Theatergruppe, einen Chor und Sportangebote.

Von Julian Habermann

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