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Regional Neuer Inhaber krempelt Edeka-Markt im Gallus-Park um
Nachrichten Wirtschaft Regional Neuer Inhaber krempelt Edeka-Markt im Gallus-Park um
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14:00 25.07.2018
Geschäftsführerin und Inhaber: Christiane Müller und Julian Motz in ihrem Edeka-Markt. Quelle: Markus Riese
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Göttingen

Regionalität, innovative Ideen, motivierte und qualifizierte Mitarbeiter – das sollen die wesentlichen Zutaten sein, mit denen Motz und Müller den 2000 Quadratmeter großen Markt wieder auf Vordermann bringen wollen. „Der Markt war ziemlich abgerockt, als wir ihn Ende Mai übernommen haben“, berichtet der 28-jährige Unternehmer, der seit 13 Jahren für Edeka tätig ist, seit 2009 als Marktleiter zunächst in Oberdorla und später in Ebergötzen.

Küche und Kicker für das Team

Den von ihm identifizierten Investitionsstau will Motz nun nach und nach auflösen und dafür eine sechsstellige Summe investieren. So seien direkt zum Start zehn neue Mitarbeiter eingestellt worden. 43 sind es nun insgesamt, darunter zehn Aushilfen. „Mit allen haben wir vor der Übernahme Einzelgespräche geführt, auch um ihre Wünsche und Bedürfnisse kennenzulernen“, so Müller. Gleich am ersten Wochenende haben die 33-Jährige und ihr Partner ihnen eine Küche inklusive Kaffeemaschine und Kickertisch in den Aufenthaltsraum gebaut. Allen würden auch individuelle Weiterbildungen angeboten.

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Anzahl regionaler Lieferanten verdreifacht

In jeder Abteilung des Marktes stehen nun wieder Ansprechpartner für die Kunden zur Verfügung. Auch seien die Öffnungszeiten vereinheitlicht worden: „Vor der Übernahme wurde die Fleischtheke um 19 Uhr geschlossen, obwohl der Markt bis 21 Uhr geöffnet hat. Das haben wir direkt geändert“, beschreibt Motz.

Die Sortimente krempeln die neuen Verantwortlichen ebenfalls um. „Wir wollen uns viel mehr am Bedarf der Kunden orientieren“, erklärt Motz die Philosophie. Die Anzahl regionaler Lieferanten sei deshalb inzwischen verdreifacht worden. Dazu biete der Markt nun wechselnde warme Gerichte für die Mittagspause an, demnächst auch eine Salatbar. Im Herbst sollen die Sortimente weiter sinnvoll zusammengeführt oder erweitert werden. „Wir sehen für den Standort noch jede Menge Potenzial“, sagt Motz. Serviceleistungen, die anderswo längst üblich seien, gehörten neuerdings zum Angebot – etwa Bargeldabhebungen oder Gutscheinkarten.

Verschönerungen auch im Außenbereich angedacht

Ein Dry-Age-Kühlschrank für Rindfleisch, ein runderneuerter Getränkemarkt, ein vergrößerter Tabakshop, eine Lotto-Annahmestelle, neue Einkaufswagen für die Kunden, neue Arbeitskleidung für das Team – nach und nach werde es auch immer mehr sichtbare Veränderungen im Markt geben. Mit dem Grundstückseigentümer wolle er zudem über Verschönerungen im Außenbereich sprechen, kündigt Motz an.

Von Markus Riese

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