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Regional Noch viele freie Ausbildungsplätze in Südniedersachsen
Nachrichten Wirtschaft Regional Noch viele freie Ausbildungsplätze in Südniedersachsen
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14:45 24.07.2018
Jugendliche haben es in der Hand, einen Ausbildungsplatz zu finden.     Quelle: dpa
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Göttingen

Die IHK-Region liegt damit leicht unter dem in Berlin veröffentlichten Bundestrend. 34 Prozent aller von den Industrie- und Handelskammern befragten Unternehmen finden nicht die gewünschte Zahl von Azubis, in Niedersachsen liege der Wert ebenfalls auf diesem Niveau, verdeutlicht die Umfrage. 374 Unternehmen hätten sich im Bereich der IHK Hannover daran beteiligt.

Freie Ausbildungsplätze im Umfeld der IHK-Geschäftsstelle

Zwar gebe es keine Auswertung speziell für den Zuständigkeitsbereich der IHK-Geschäftsstelle Göttingen, der die Landkreise Göttingen und Northeim umfasst, dennoch kann Geschäftsführer Martin Rudolph unabhängig davon zwei regionale Kennziffern benennen. Im Umkreis von 50 Kilometern rund um die in der Bürgerstraße in Göttingen ansässigen Geschäftsstelle gebe es in der IKH-Lehrstellenbörse noch 146 freie Ausbildungsplätze bei 81 Unternehmen, im Umkreis von zwanzig Kilometern rund um die Geschäftsstelle noch 18 Ausbildungsplätze. Die Lehrstellenbörse beinhalte nur Angaben, die Unternehmen freiwillig dort hineinstellen, erläutert Rudolph.

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Der Geschäftsstellenleiter geht davon aus, dass sich die Ergebnisse der Ausbildungsplatzumfrage in den Landkreisen Göttingen und Northeim nicht grundsätzlich vom übrigen Trend im Bereich der IHK Hannover unterscheiden. Wichtigster Grund, weshalb Ausbildungsplätze nicht besetzt werden konnten, sei demnach der Mangel an geeigneten Bewerbungen: Bei 76 Prozent der Unternehmen im IHK-Bereich Hannover ist das der Fall. Damit schneidet die Region schlechter ab als das Bundesgebiet mit 70 Prozent. Während deutschlandweit bereits über ein Viertel der Unternehmen überhaupt keine Bewerbungen mehr erhielten, sind es nach den Ergebnissen der Umfrage im Bereich der IHK Hannover elf Prozent.

Unternehmen beklagen Ausbildungshemmnisse

Rund 35 Prozent stellten Ausbildungshemmnisse bei den Jugendlichen fest. Insbesondere werden die zu unklaren Berufsvorstellungen der Schulabgänger bemängelt. Außerdem beklagen viele Ausbildungsbetriebe Leistungsbereitschaft und Motivation heutiger Schulabgänger. Die Digitalisierung verändere die Qualifikationen, die sich Unternehmen von ihren neuen Auszubildenden wünschen. Ganz oben stehen IT-Kompetenzen (75 Prozent).

„Die Ergebnisse der Ausbildungsumfrage zeigen, dass Unternehmen immer größere Schwierigkeiten haben, für ihre Ausbildungsplätze geeignete Bewerber zu finden“, sagt Professor Günter Hirth, Leiter Berufsbildung bei der IHK Hannover. „Für Jugendliche, die bislang noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, bedeutet dies, dass das Rennen um die Ausbildungsplätze 2018 noch nicht gelaufen ist. Die IHK empfiehlt Jugendlichen, in die IHK-Lehrstellenbörse oder die Job-Börse der Arbeitsagentur zu schauen, aber auch mit Unternehmen vor Ort direkt in Kontakt treten und sich nach Ausbildungsmöglichkeiten zu erkundigen.

Von Axel Artmann

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