Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional MVIP Software + Consulting beteiligt sich am Kampf gegen Tuberkulose
Nachrichten Wirtschaft Regional MVIP Software + Consulting beteiligt sich am Kampf gegen Tuberkulose
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:59 11.09.2013
Belgischer Besuch im Nörten-Hardenberger Unternehmen: (sitzend von vorn nach hinten) Martina Verhey, Thierry Lamoli, Denis Ramaeckers, (stehend von links nach rechts) Jean-Marc Boursoit, Dr. Janko Verhey und Dennis Busse arbeiten zusammen. Quelle: Hinzmann
Anzeige
Nörten-Hardenberg

Mit Projektbeginn haben sie einen Entwicklungsingenieur als Innovation Assistent eingestellt.ern Verkaufsfläche. Große Handelsmarken benötigen aber Flächen von 1200 bis 1500 Quadratmetern. Entsprechend schwach sind solche Marken in Münden vertreten. Medex stellt digitale Röntgengeräte her, die leicht, klein und damit transportabel sind. „Das ganze System lässt sich in einem normalen Pkw-Kombi transportieren“, schildert Martina Verhey. Mit diesen Geräten sei es möglich, über schlechte Straßen in kleine medizinische Versorgungszentren zu gelangen, wie sie in der Zweiten und vor allem in der Dritten Welt üblich seien.

In Deutschland steigende Erkrankungszahlen

Anzeige

Und dank der Software „DigiPortXCAD“ aus Nörten-Hardenberg sei vor Ort sofort zu sagen, ob beim Untersuchten der Verdacht auf Tuberkulose besteht und er weiter diagnostiziert werden muss. Dabei sei es nicht erforderlich, dass ein entsprechend ausgebildeter Arzt das Bild interpretiere. Eine Ampelfunktion zeige das Ergebnis, erklärt Verhey.

„Weltweit gehört Tuberkulose zu den immer noch am meisten verbreiteten Infektionskrankheiten, die unbehandelt einen tödlichen Verlauf nehmen“, erläutert Martina Verhey. Wie die Grippe sei es eine Tröpfchen-Infektion. Im Zuge der Globalisierung verändere sich das Verbreitungsprofil wieder. Fälle häuften sich in Regionen, in denen TB als ausgerottet galt.

Auch in Deutschland gebe es steigende Erkrankungszahlen. „Deshalb werden weltweit wieder verstärkt Tuberkulose-Reihenuntersuchungen durchgeführt“, sagt Verhey. Neben bakteriologischen Tests gebe es auch die Möglichkeit, TB auf digitalen Röntgenbildern zu erkennen. Die Entwicklung der Software DigiPortXCAD (CAD steht für Computer Aided Diagnosis) wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des niedersächsischen Wirtschaftsförderfonds.

Prototyp des Röntgengeräts

Die Verheys haben den Förderantrag im Februar eingereicht. Dem Gutachten im Mai sei jetzt der Zuwendungsbescheid gefolgt. Nun hat MVIP  auch die Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) in Göttingen sowie das Deutsche Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose (DZK) für die Zusammenarbeit gewonnen. Die Kooperation mit der HAWK werde unter anderem erlauben, dass Studenten bei dem Nörtener Unternehmen Studien-, Bachelor -und Masterarbeiten anfertigen.

Das DZK liefere die medizinische Sachkompetenz in der Qualitätssicherung der Algorithmen, die MVIP für das Projekt entwickelt. Der erste Prototyp des Röntgengeräts werde in Bangladesh eingesetzt, erzählt Martina Verhey. Die Nörtener werden den Entwicklungsingenieur von Medex im Oktober für zwei Wochen begleiten. „Für uns ist es wichtig zu sehen, wie die Bilder im Feld aufgenommen werden.“ Mit den Kenntnissen der Gegebenheiten vor Ort entwickeln sie die Algorithmen zur Bildanalyse in Nörten dann weiter.

► Infos:MVIP Software + Consulting GmbH, Nörten-Hardenberg, Klappenbergweg 23, Tel. 05503/999754,

Von Ute Lawrenz