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Regional Northeimer Landrätin zeichnet Betriebe für Familienfreundlichkeit aus
Nachrichten Wirtschaft Regional Northeimer Landrätin zeichnet Betriebe für Familienfreundlichkeit aus
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11:33 23.10.2019
„Frauen und Männer brauchen familiengerechte Arbeitsbedingungen“ (v.l.): Astrid Klinkert-Kittel, Irina Niesen (ZAD), Rudolf Reinert (Autohaus), Christine Fischbach (Tapir Wachswaren), Katja Taranczewski, Bodo Rengshausen-Fischbach (Tapir), Martin Rudolph (r.). Quelle: r
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Landkreis Northeim

„Ob mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen: Frauen und Männer brauchen familiengerechte Arbeitsbedingungen, damit sie sich um Kinder und Angehörige kümmern, von ihrem Einkommen leben und berufliche Perspektiven haben können“, so die Landrätin. 2017 habe sie den Preis initiiert – jetzt sei er zum zweiten Mal überreicht worden, so Dirk Niemeyer von der Pressestelle des Landkreises Northeim.

In Harriehausen (bei Bad Gandersheim) zeichnete Klinkert-Kittel die Firmen Tapir Wachswaren GmbH Dassel, die ZAD Service GmbH aus Northeim und die Autohaus Siebrecht Uslar GmbH aus. Elf Unternehmen hatten sich beworben. Eine Jury kürte das Trio zu Gewinnern.

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„Individuelle und flexible Arbeitszeitmodelle“ für elf Beschäftigte

Tapir Wachswaren (elf Beschäftigte) biete „individuelle und flexible Arbeitszeitmodelle“ an, begründete Katja Taranczewski (Sozial-Ministerium) in der Laudatio die Entscheidung. Martin Rudolph, Leiter der IHK-Geschäftsstelle Göttingen, sagte zur ZAD Service GmbH (130 Beschäftigte): „Geht nicht – gibt’s nicht. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter bekommt das Arbeitszeitmodell, welches in die individuelle Lebenssituation passt.“ Klinkert-Kittel hielt die Rede für das Autohaus Siebrecht (317 Beschäftigte).

„Ob Gleitzeit, Teilzeit, und das auch für Führungskräfte, Vertrauensarbeit, flexible Pausen, Arbeitszeitkonten oder Wechsel zwischen Vollzeit- und Teilzeit aus privaten Gründen – nichts scheint unmöglich.“ Als „herausragend“ habe sie das betriebliche Gesundheitsmanagement bezeichnet, so Niemeyer – unter anderem mit freiem Schwimmbadeintritt und zwei kostenlosen Massagen pro Monat.

Vereinbarkeit als „nachhaltiger betrieblicher Erfolgsfaktor“

Die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sei „kein kurzfristiger Trend, sondern ein nachhaltiger betrieblicher Erfolgsfaktor“, habe die Landrätin betont und die Unternehmer dazu aufgerufen, nicht in Ihren Bemühungen nachzulassen, familienfreundliche Maßnahmen in Ihren Betrieben zu etablieren. „Denn eines ist sicher: Wer in Familienfreundlichkeit investiert, wird künftig leichter Mitarbeiter finden. Wenn Unternehmen familienfreundliche Maßnahmen umsetzen, dann eröffnen sich neue Chancen und Möglichkeiten – und zwar für Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen.“

Die drei für ihre Familienfreundlichkeit ausgezeichneten Unternehmen hätten von den Laudatoren und der Landrätin eine von Dipl.-Keramik-Designerin Janne Klett-Drechsel gestaltete und gebrannte Skulptur aus Ton sowie eine Urkunde erhalten, so Niemeyer.

Von Stefan Kirchhoff

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