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Regional Ottobock Duderstadt und Hilti entwickeln Exoskelette für die Baubranche
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Ottobock Duderstadt und Hilti entwickeln Exoskelette für die Baubranche

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07:00 24.07.2020
Das erste gemeinsame Produkt soll den Anwender bei seriellen Schraubarbeiten entlasten, die über der Schulter oder über dem Kopf ausgeführt werden müssen.
Das erste gemeinsame Produkt soll den Anwender bei seriellen Schraubarbeiten entlasten, die über der Schulter oder über dem Kopf ausgeführt werden müssen. Quelle: R
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Duderstadt

Der Bautechnologiekonzern Hilti und das Medizintechnik-Unternehmen Ottobock mit Hauptsitz in Duderstadt haben eine langfristige Partnerschaft zur ergonomischen Arbeitsplatz-Gestaltung in der Baubranche vereinbart, teilt die Ottobock-Pressestelle mit. Ziel ist die Entwicklung von Exoskelett-Systemen.

„Exoskelette sind ein relevanter Megatrend für uns. Diese bringen eine Entlastung bei körperlich anspruchsvollen Tätigkeiten, wie sie auf Baustellen tagtäglich ausgeführt werden“, so Johannes Wilfried Huber, Leiter des Geschäftsbereichs Diamanttechnik bei Hilti. Sönke Rössing, Leiter von Ottobock Industrials, sagte: „Das Potenzial für Lösungen, die die körperliche Belastung der Mitarbeitenden reduzieren, ist in der Bauindustrie sehr hoch.“

Hilti bringt erstes gemeinsames Produkt im Herbst auf den Markt

Als erstes gemeinsames Produkt würde Hilti im Herbst das „EXO-O1“ auf den Markt bringen, teilte Ottobock mit. Es handele sich um ein passives Modell, das keine Energiezufuhr benötige. Das Gewicht der Arme werde über die Armschalen mithilfe mechanischer Seilzugtechnik auf die Hüfte abgeleitet. „Dies reduziert die Spitzen-Belastung der Muskulatur und entlastet die Schulter gemäß unabhängigen Studien und Untersuchungen von Ottobock um bis zu 47 Prozent“, so Ottobock.

Von Stefan Kirchhoff