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Regional Ottobock mit Weltpremiere in Leipzig
Nachrichten Wirtschaft Regional Ottobock mit Weltpremiere in Leipzig
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00:29 21.05.2018
Ottobock war einer von fast 600 Ausstellern auf der „OTWorld“ in Leipzig. Quelle: Klindtworth
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Leipzig

Erstmals präsentierte Ottobock der Öffentlichkeit die neue Generation des mikroprozessorgeregelten Orthesensystems C-Brace. Konzern-Chef Hans Georg Näder war gemeinsam mit Geschäftsführer Oliver Scheel in Leipzig vor Ort. Das neue System habe deutliche Vorteile: So sei die Gelenkeinheit deutlich kleiner als beim Vorgängermodell und lasse sich dadurch unter der Hose tragen. Das neue System erfasst alle Sensordaten im Gelenk. Dadurch ist kein Kabel zum Knöchelgelenk mehr notwendig. Zudem lasse sich das System mit einer App auf dem Smartphone und dem zusätzlichen LED-Display am Gelenk einstellen und sei somit leichter zu bedienen. Ab Juli soll das neue Produkt in zertifizierten Sanitätshäusern verfügbar sein.

„bebionic“ Hand hat fünf bewegliche Finger und 14 Griffmuster

Ein weiteres Thema war die Mustererkennung, international als Pattern Recognition bekannt, mit der „bebionic“ Prothesenhand. Myo Plus – die neue Generation der Prothesensteuerung – lernt vom Menschen. Sie speichert die Muster der Muskelbewegungen, die für bestimmte Handgriffe des Anwenders charakteristisch sind. Möchte der Anwender Handgriffe ausführen, erkennt sie die jeweiligen Muskelspannungen und führt die Griffe automatisch aus. Die „bebionic“ Hand hat fünf bewegliche Finger und 14 Griffmuster. Sie erlaubten ein schnelles, kraftvolles und vorsichtiges Greifen von Gegenständen, die der natürlichen Bewegung einer Hand nah kämen, verspricht Ottobock.

Ein Schwerpunkt des Messeauftritts waren Zukunftstechnologien der Orthopädietechnik wie digitale Fertigungsverfahren für die Herstellung und Gestaltung moderner Hilfsmittel. „Wer über den Tellerrand hinausblickt, der sieht sofort: Technologischer Change läuft in der digitalisierten Welt längst auf Highspeed. Die neuen Fertigungsprozesse mit Scanning-Checking-Transmitting-Printing werden die technische Orthopädie und die Arbeitsabläufe in den Werkstätten radikal verändern“, sagt Näder. Die digitalisierte Fertigung schaffe Freiräume, sich intensiver und individueller um den Patienten kümmern zu können. „Mehr Zeit für den Patienten, den Arzt und Therapeuten sowie die Familienangehörigen sind ein wundervolles Ergebnis dieses Veränderungsprozesses, den wir gemeinsam mit unseren Partnern, den Orthopädietechnikern, als Chance sehen. Digitaler Fortschritt bedeutet mehr Lebensqualität für unsere Anwender“, so Näder.

„Wieder hervorragend gelaufen und bestens besucht“

Norbert Aumann, Geschäftsführer der Otto Bock Health Care Deutschland GmbH resümierte: „Die OTWorld ist wieder hervorragend gelaufen und war bestens besucht. Die Produktdemonstrationen durch Anwender sorgten wie immer für Furore. Unsere Weltpremiere, die neue Generation des Orthesen-Systems C-Brace, das C-Brace 2, sorgte für großes Aufsehen. Ebenso wie die Mustererkennung für myoelektrische Armprothesen oder unsere digitale Orthopädiewerkstatt der Zukunft. Die digitale Transformation sowie der 3D-Druck gehörten zu den Fokusthemen der Veranstaltung.“

Von Mark Bambey

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