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Regional Qioptiq setzt auf kräftiges Wachstum weltweit
Nachrichten Wirtschaft Regional Qioptiq setzt auf kräftiges Wachstum weltweit
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18:34 05.11.2010
Von Hanne-Dore Schumacher
Im Reinraum: Montage von optischen Systemen erfolgt bei Qioptiq unter „einzigartigen“ Bedingungen weltweit. Quelle: Hinzmann
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Am Freitag verriet der Geschäftsführer der Qioptiq Photonics GmbH & Co. KG, dass die Auftragslage wieder gut, die Auslastung mitlerweile enorm sei. In drei Schichten würde in Göttingen gearbeitet, bestätigte Produktionsleiter Sebastian Illert. Die Konzernmutter wolle zudem in Göttingen eine Million Euro investieren, erklärte Brockmeyer, der gestern Besuch vom FDP-Bundestags-Abgeordneten Lutz Knopek hatte.

Die Göttinger, die unter anderem spezialisiert sind auf die Beschichtung von optischen Komponenten etwa in Auto-Headup-Displays und für die Halbleiterindustrie, erhalten eine sogenannte Ion-Beam-Sputtering-Anlage. Mit dieser hochpräzisen Beschichtungstechnoloige, so erfuhr Knopek beim Rundgang durch den Betrieb in der Königsallee, könnten „homogene und glatte Schichten mit bester Reproduzierbarkeit“ hergestellt werden.

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Voraussichtlich noch im Dezember soll die Anlage in Betrieb gehen, erklärte der Physiker und Geschäftsführer Dr. Markus Ehbrecht dem Gast. Beschichtungen bestimmten heute nachhaltig die Qualität von optischen Systemen, die widerstandsfähig, langlebig und leistungsfähig sein müssten. Viel Geld fließt in Göttingen auch in Reinraumtechnologie. Dass sich die Investitionen rechnen, steht für Brockmeyer außer Frage: „Die Optikbranche ist eine Wachstumsbranche.“ Jährlich werde um 5 bis 10 Prozent zugelegt.

Qioptiq-Konzern in Zahlen & Fakten

Die Qioptiq-Gruppe entwickelt und produziert optische Produkte und Systeme, die in Industrie, Medizintechnik, Forschung und Entwicklung, Verteidigung, Luft- und Raumfahrt ihren Einsatz finden. Qioptiq hat Standorte in Europa, Asien und den USA. Im Jahr 2009 erwirtschaftete das Unternehmen mit rund 2300 Beschäftigten einen Umsatz von 270 Millionen Euro. Am Standort Göttingen, der zur Konzern-Sparte Photonic Systems Division gehört, sind 155 Mitarbeiter beschäftigt. Zwölf junge Leute sind in der Ausbildung.