Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Regionale Laserfirmen sehen Licht am Horizont
Nachrichten Wirtschaft Regional Regionale Laserfirmen sehen Licht am Horizont
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:23 07.07.2009
Neues Infrarot-Objektiv: Jens Müller und Wolfgang Wilhelm (v. l.) von Isco B + W Filterfabrik.
Neues Infrarot-Objektiv: Jens Müller und Wolfgang Wilhelm (v. l.) von Isco B + W Filterfabrik. Quelle: BEI
Anzeige

„Viele Kunden aus Forschung und Industrie signalisierten, es geht wieder weiter, Budgets werden wieder frei gegeben“, resümiert Dr. Carsten Fischer, Geschäftsführer und Inhaber von Metrolux. Das Unternehmen liefert Software und Produkte, die die Qualität von Laserstrahlen bestimmen. Diese werden in der Zahn- und Augenheilkunde oder der Materialbearbeitung eingesetzt. Isco B + W Filterfabrik präsentierte neue Infrarot Objektive für Wärmebildkameras. Sie detektieren „Energielöcher“ bei Strommasten oder defekter Solartechnik.

Breit aufgestellt präsentierte sich Linos gemeinsam mit Qioptiq und Point Source. Zwischen den Produktneuheiten aus Präzisionsoptik, Opto-Mechanik und optischen Systemen ragten Lösungen für Anwender aus Photovoltaik oder Lasermaterialbearbeitung heraus.

Glaskugeln und Plankonvexlinsen höchster optischer Qualität und Präzision sind das Metier von Feinoptik Drammetal. „Optische Genauigkeit ist bei unseren Kunden aus der Mikrooptik elementar, um einwandfrei messende Endprodukte zu erhalten“, weiß Torsten Wesemann, einer der vier Geschäftsführer. Interessenten meldeten sich aus ganz Europa und Asien. Die Duderstädter Cinogy GmbH entwickelt Systeme, um Laserstrahlen zu analysieren, insbesondere für Kohlendioxid-Laser, die zum Schneiden industrieller Materialien eingesetzt werden. Ein weiteres Standbein ist die Plasmatechnologie, die in der Medizin und der Kosmetikindustrie immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Gekrümmte Oberflächen

Am Gemeinschaftsstand der „Kompetenznetze Optische Technologien Deutschland“ zeigte Mahr, wie mit dem Oberflächenmessgerät MarSurf LD 120 gekrümmte Oberflächen von Linsen im Nanometerbereich vermessen werden können: „Fehlerhafte Produkte lassen sich in einem sehr frühen Stadium erkennen“, so Vertriebsingenieur Torben Wulff.

Von der Luft- und Raumfahrt über Energieerzeugung bis zur Materialforschung erstrecken sich die Anwendungsbereiche der Produkte von LaVision. Deren optische Messsysteme mit Lasertechnologie zur Strömungs- und Verbrennungsanalyse, Sprayvisualisierung oder zum Bestimmen von Partikelgrößen führen vor allem zu effizienteren und saubereren Verbrennungsvorgängen. „Optische Medien wie Linsen verformen sich, wenn sie von intensiven Laserstrahlen durchdrungen werden“, erklärt Klaus Mann vom Laserlaboratorium Göttingen (LLG). Das LLG hat eine Messtechnik entwickelt, die Verformungen solcher „thermischen Linsen“ quantitativ erfasst, um gegenzusteuern. „Unser Verfahren nutzen renommierte Quartzglashersteller wie Zeiss oder Heraeus“, so Mann. Optische Glasfasern mit Lasern so zu bearbeiten, dass am Faserende eine Mikrolinse entsteht, führte Dr. Jürgen Ihlemann vom LLG, Bereich Nanostrukturen, vor. Die Industrie setzt diese Glasfasern lichtleitend ein, um beispielsweise Abstände in schwer zugänglichen Motorbereichen zu vermessen oder medizinische Operationen zu unterstützen.

Von Wolfgang Beisert