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Regional Restaurant Planea schließt
Nachrichten Wirtschaft Regional Restaurant Planea schließt
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00:24 07.09.2018
Restaurant Planea an der historischen Sternwarte. Quelle: Hinzmann
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Göttingen

Das Restaurant Planea in der Geismar Landstraße schließt zum 31. Dezember. Das haben die Geschäftsführer in einem Schreiben an ihre Kunden mitgeteilt. Die Universität Göttingen als Vermieter habe den auslaufenden Vertrag nicht verlängert und den Betreibern zum Ende des Jahres gekündigt. Als Grund für die Entscheidung geben beide unterschiedliche Auffassungen an, was die Ausrichtung des Restaurants angeht.

Im vergangenen Jahr habe sich die Universitätspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel mit der Bitte an ihn gewandt, Konzeptänderungen vorzunehmen, die „aus unserer Sicht gravierend waren“, sagt der Geschäftsführer des Restaurants, Olaf Feuerstein. 2017 sei das bisher erfolgreichste Planea-Jahr gewesen, wodurch sich die Betreiber in ihrem derzeitigen Ansatz „mehr als nur bestätigt“ sehen. Vor etwa fünf Jahren habe es bereits aus eigenem Antrieb eine Änderung des Konzeptes gegeben: Zu edel, zu überkandidelt sei das Planea damals für den Göttinger Geschmack gewesen. Deshalb habe man das alte Konzept „downgegradet“, wie Feuerstein sagt, und mit Planea Basic erfolgreich eine Nische besetzt. Weil es wegen des Standorts „keine Lauflage für À-la-carte-Geschäfte“ gebe, habe sich das Restaurant als Location für Familienfeiern, Geburtstage und sonstige Veranstaltungen mit Gästezahlen zwischen 40 und 80 Personen etabliert.

Aufgrund des Erfolgs habe ihn der Wunsch der Präsidentin nach einer Konzeptänderung aus heiterem Himmel getroffen. Küche und Restaurantbetrieb neu auszurichten, bedeute im Grunde einem „kompletten Relaunch, den wir gar nicht vorhatten“, sagt Feuerstein. Kleine Änderungen, Nuancen seien immer möglich, aber die Pläne der Uni „seien weit entfernt, von dem, was wir hier machen.“ Feuerstein vermutet, das Planea sei zu wenig „Steigbügel, als dass wir die Uni-Veranstaltungen passend begleiten könnten.“

Der Mietvertrag mit den Betreibern des Planeas sei in beiderseitigem Einvernehmen nicht verlängert worden, teilt die Pressestelle der Universität mit. Zwar bewertet sie das derzeitige Konzept des Restaurants, das „auf höherwertigen geschlossenen Veranstaltungen“ aufbaue, ebenfalls als erfolgreich, sehe die Gastronomie künftig aber „mit einem deutlich anderen Konzept“ für ein breiteres Publikum: Entstehen soll ein ganztägig geöffnetes Bistro mit einem Speisen- und Getränkeangebot, das sich an „altersübergreifende Zielgruppen“ richtet. „Auch das lockere Treffen zu einem Snack soll möglich sein, damit auch Studierende die Chance haben sich ‚an der Sternwarte‘ zu treffen.“ Dazu will die Uni in den kommenden Wochen ein Interessenbekundungsverfahren ausloben, bei dem ein „möglichst überzeugendes Konzept“ wichtig sei.

Wenn das Planea seine Türen zum 31. Dezember schließt, wird es keine Fortsetzung in anderen Räumlichkeiten geben. Lediglich kleine Teile des Konzeptes wie bestimmte Veranstaltungsformate oder die Catering-Linie blieben erhalten, sagt Feuerstein. Die Mitarbeiter des Restaurants wechseln ins Freizeit In. In den kommenden zwei bis drei Jahren will die Freizeit In Unternehmensgruppe, zu der das Planea gehört, im zweistelligen Millionenbereich investieren. Unter anderem ist geplant, die Orangerie zu einem À-la-carte-Restaurant umzubauen.

Von Nora Garben

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