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Regional Rewe-Markt am Göttinger Steinsgraben wird abgerissen
Nachrichten Wirtschaft Regional Rewe-Markt am Göttinger Steinsgraben wird abgerissen
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17:31 24.09.2014
Von Hanne-Dore Schumacher
Haben lange auf grünes Licht für den neuen Rewe-Markt gewartet: das Betreiberehepaar Elke und Günter Karsubke.
Haben lange auf grünes Licht für den neuen Rewe-Markt gewartet: das Betreiberehepaar Elke und Günter Karsubke. Quelle: soz
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Göttingen

Erst vor wenigen Tagen hat Günter Karsubke erfahren, dass   Abriss und Neubau seines Marktes beschlossene Sache sind. Jahrelang haben er und seine Frau Elke auf diesen Moment gewartet, erzählen sie. Immer wieder seien die Pläne verworfen, andere Standorte, wie etwa auf dem Gothaer-Gelände, in Betracht gezogen worden. Am Freitag dann kam der erhoffte Anruf: „Es geht los.“

Jetzt müsse alles ganz schnell gehen, berichten die Eheleute, die den Rewe-Markt seit 14 Jahren betreiben. Den 17 Angestellten sei betriebsbedingt gekündigt worden, mit Option auf Wiedereinstellung. Die zwei Auszubildenden werden ihre Lehre in den Rewe-Märkten Rosdorf und Dransfeld fortführen.

„Wir sind wie ein Tante-Emma-Laden“

Die Kunden indes hätten mit Hamsterkäufen begonnen. 80 Dosen Erbensuppe, einen ganzen Einkaufswagen voll Toilettenpapier oder kistenweise Wasser nennen die Karsubkes als Beispiele. Es seien besonders die älteren Kunden, die sich um ihre Einkäufe in den kommenden sechs Monaten sorgten. „Wir sind wie ein Tante-Emma-Laden“, sagt die Rewe-Chefin und erzählt von Kunden, die mehrmals täglich kämen.

„Sie wollen einfach mit jemandem reden“, weiß die 42-Jährige. „Sie kommen alle wieder“, ist sich Karsubke denn auch sicher. Der 44-Jährige und seine Frau wollen sich bis März 2015, bis zur geplanten Wiedereröffnung also, weiterbilden, auch bei Kollegen hospitieren, sehen, wie es die anderen machen. Vielleicht wird es auch eine Reise mit den zwei Kindern geben.

Der Rewe-Markt, der 1958 als Coop eröffnet wurde und seit 1989 als Rewe firmiert, wird von 500 auf 1200 Quadratmeter vergrößert. Mit einem Blumenshop  und einem Lieferservice soll das bisherige Angebot erweitert werden, kündigen die Betreiber an.