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Regional Richtfest für 15 Millionen Euro teures Science-Park-Gebäude in Göttingen
Nachrichten Wirtschaft Regional Richtfest für 15 Millionen Euro teures Science-Park-Gebäude in Göttingen
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17:30 14.06.2019
14.06.2019 Richtfest Science Park Gebäude V in der Marie-Curie-Straße 6 Quelle: Foto: Hinzmann
Grone

Richtfest hat die städtische Wirtschaftsförderung GWG am Freitag im Industriegebiet Grone gefeiert. An der Marie-Curie-Straße 6 entsteht für 15 Mio. Euro das Science-Park-V-Gebäude.

Mieter des Neubaus, der im Februar fertiggestellt wird, ist die Hamburger Firma Evotec. Sie expandiert derzeit kräftig in Göttingen, einem ihrer weltweit zwölf Standorte. „Die Zahl der Mitarbeiter ist von 60 auf derzeit 120 Beschäftigte gestiegen“, berichtete Cord Dohrmann, der im Evotec-Vorstand für Forschung und Entwicklung verantwortlich zeichnet. Bis auf 280 Mitarbeiter soll die Zahl in den kommenden Jahren zulegen.

Dohrmann lobte das Göttinger Evotec-Team, das an der Feier teilnahm. Es sei ihre „überzeugende Leistung“ im Bereich der medizinischen Wirkstoffforschung (unter anderem Diabetes, Nierenerkrankungen und Entzündungen), dass sich Hamburg für einen Ausbau des Standorts in der „Stadt, die Wissen schaft“ entschieden habe. Die Beschäftigten kämen aus gut 15 Staaten, darunter Brasilien, China, Indien, Israel und Turkmenistan, knapp 70 Prozent seien Frauen.

Straffer Zeitplan

„Einige Mitarbeiter sind seit rund 20 Jahren dabei“, berichtete Dohrmann. Der Göttinger Standort sei aus der 1997 von Herbert Jäckle und Peter Gruss gegründeten Firma Develogen, einer Ausgründung des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie, hervorgegangen. In Spitzenzeiten, 2003, hätten sie 110 Beschäftigte gehabt. Nach einer schwierigen Zeit, in der die Mitarbeiterzahl auf 30 gesunken sei, habe Evotec das Göttinger Unternehmen 2012 übernommen. Seit einigen Jahren wachse der Standort wieder. Bereits 2014 habe es einen Erweiterungsbau gegeben, den Science Park IV.

Der Neubau spiegelt das alte, aus dem Jahr 2005 stammende Evotec-Gebäude auf der anderen Straßenseite. Der Neubau ist ein Stockwerk höher und wird über eine Brücke mit dem Altbau verbunden werden. Er bietet eine Nutzfläche von 4600 Quadratmetern. „Baulich anspruchsvoll“ sei das Gebäude, das Zeitplan straff, erklärte Hansjochen Schwieger von Schwiegerarchitekten. Nach acht Monaten Bauzeit feierten sie bereits Richtfest. Der Einsatz von Fertigteilen ermögliche das, ergänzte Architektin Alessa Brill. Während das Dach noch errichtet werde, liefen bereits die Arbeiten an den Fassaden, der Installation und am Innenausbau, sagte Bauingenieur Bodo Barczewski. Insgesamt seien zehn regionale Firmen beteiligt.

RST baut Erschließungsstraße

„Damit die Bauarbeiten beginnen konnten, musste die Bovender Firma RST zunächst einmal eine Erschließungsstraße vom Elliehäuser Weg bauen“, sagte Bauherrin Ursula Haufe, die GWG-Geschäftsführerin. Vorplanungen habe es bereits 2017 gegeben. Die GWG halte Gebäude für Firmen vor, damit in der Stadt Arbeitsplätze geschaffen würden und die Wirtschaft wachse.

„Im rückwärtigen Bereich entsteht für weitere sechs Millionen Euro zusätzlich noch ein kleines Technologiezentrum“, führte Haufe aus. Zwei Göttinger Firmen seien bereits als Mieter gewonnen, mit zwei anderen stehe die GWG im Gespräch.

„Ein Richtfest ist ein Fest für die Handwerker“, betonte Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD). Ohne sie gehe es auch in einer Universitätsstadt nicht. Forschung und Entwicklung könne schließlich nicht „in einem Zelt auf der grünen Wies“ stattfinden. Den Richtspruch trug „nach alter Sitte“ Polier Andreas Heine vor. Er nahm sich die Zeit, auf dem Dach das Glas zu leeren. Finanziert wird der Neubau von der Volksbank Kassel Göttingen, deren Vorstände, Markus Bludau und Hans-Christian Reuß, am Richtfest teilnahmen.

Von Michael Caspar

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