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Regional Akcurate baut sich frei
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00:22 13.05.2019
Am feierlichen ersten Spatenstich nahm fast die gesamte Belegschaft teil. Die Rosdorfer Firma Akcurate will sich im Industriegebiet Siekanger Mitte deutlich erweitern. Quelle: Meinhard
Rosdorf

Für die Belegschaft der Firma Akcurate GmbH ist dieser Freitag etwas anders als sonst üblich abgelaufen. Ihr Chef Andreas Kirsch hatte alle Mitarbeiter des Maschinen- und Anlagenbauers am Vormittag auf ein Feld bestellt. Noch erstreckt sich hier, im Industriegebiet Siekanger Mitte, eine Ackerfläche. Aber nicht mehr lange, dann soll an eben dieser Stelle ein Neubau stehen, ein ganzer Gebäudekomplex. Geplant sind eine eingeschossige Montagehalle mit Lagerflächen, Meisterbüros und Messraum sowie ein angeschlossener Verwaltungstrakt mit Büros, Konferenzbereichen und Sozialräumen, der über drei Etagen geht.

Akcurate, mit Sitz in der Rosdorfer Götzenbreite 12, will sich deutlich erweitern, weil der bisherige Standort nicht mehr ausreicht. „Wir wissen nicht mehr, wo alles hin soll“, sagte Kirsch. Insgesamt sollen 14,2 Millionen Euro in den Neubau inklusive neuer Maschinen investiert werden. Montagehalle und Büros sollen auf einer Fläche von über 6000 Quadratmetern entstehen. Der Baustart für die neue Halle war am 10. Mai, in Anwesenheit von Landrat Bernhard Reuter (SPD), dem Rosdorfer Bürgermeister Sören Steinberg (SPD) und dem Architekten Michael Klünker.

Eineinhalb Jahre Bauzeit

Den feierlichen ersten Spatenstich nahmen Geschäftsführer Andreas Kirsch und seine Ehefrau Norma Kirsch gemeinsam vor. „Wenn alles gut läuft, treffen wir uns im nächsten Jahr im August hier zur Einweihungsfeier wieder“, sagte Klünker, der in Holzminden sein Büro hat. Entsprechend wünschte der Bürgermeister einen unfallfreien und glücklichen Bauablauf. „Wir freuen uns, dass Ihr Euren Standort im Landkreis Göttingen nicht noch einmal verändern wollt“, sagte er und zielte auf den Verbleib des Unternehmens auf Rosdorfer Boden ab. Vor knapp fünf Jahren hatte sich die Firma in Rosdorf niedergelassen.

Dächer sollen begrünt sein

Klünker nutzte die Gelegenheit, um das Projekt zu erläutern. Er sprach von „spannenden Dingen, die wir hier vorhaben“. Neben den architektonischen und funktionalen Lösungen sei die Errichtung des Gebäudes im energieeffizientem KfW 40 Standard „ein wesentlicher Aspekt des Gestaltungs- und Energiekonzepts“, erklärte er. Dazu gehöre eine Kaskadenwärmepumpenanlage zum Heizen und Kühlen, einschließlich einer zusätzlichen freien Kühlung für die kalten Tage des Jahres. Zudem soll eine Be- und Entlüftungsanlage sowie eine Drucklufterzeugungsanlage mit Wärmerückgewinnung in den Gebäudekomplex integriert werden. Eine Fotovoltaikanlage mit einer Leistung von 100 Kilowatt peak (kWp) soll ebenso realisiert werden wie begrünte Dächer zur Verbesserung des sommerlichen Wärmeschutzes. In den Gebäudekomplex einziehen soll auch die Firma Kirschmechanik, Metallverarbeitung und Maschinenhandel.

Firma baut Maschinen und Anlagen

Die Akcurate GmbH entwickelt, konstruiert und fertigt Maschinen und Anlagen für das automatische Vermessen und Richten im Fertigungsprozess. Spezialisiert ist das Unternehmen auf Schiebedachsysteme, Cabriodächer sowie weitere Komponenten aus der Automobilfertigung. Zusätzliche Arbeitsfelder sind der Sondermaschinen- und Gerätebau sowie Qualitätssicherung und -überwachung. Aktuell zählt das Unternehmen 58 Beschäftigte, in naher Zukunft sollen es 120 sein.

Mitarbeiter der Firma überlegten am Rande des feierlichen Spatenstiches bereits, wie wohl die Mittagsversorgung aussehen werde, wenn der Neubau in eineinhalb Jahren fertiggestellt ist. Von einem Döner-Boten bis zu einer von allen Firmen in der näheren Umgebung unterhaltenen Kantine reichten die Vorschläge. Man setze auch Hoffnungen in das Ansiedlungsgeschick von Bürgermeister Steinberg, hieß es augenzwinkernd.

Von Ulrich Meinhard

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