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Regional Lothar Germeroth referiert über erfolgreiches Gründen
Nachrichten Wirtschaft Regional Lothar Germeroth referiert über erfolgreiches Gründen
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14:29 20.07.2018
Lothar Germeroth, selbst seit 25 Jahren nach eigenen Angaben „Gründer aus Leidenschaft“, berichtet im „SNIC Life Science Accelerator“ von seinen Erfolgen und Misserfolgen als Gründer.
Lothar Germeroth, selbst seit 25 Jahren nach eigenen Angaben „Gründer aus Leidenschaft“, berichtet im „SNIC Life Science Accelerator“ von seinen Erfolgen und Misserfolgen als Gründer. Quelle: r
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Göttingen

Germeroth hatte in den vergangenen 25 Jahren verschiedene Start-ups im Biotechnologie-Bereich gegründet – nach eigenen Worten erfolgreiche und weniger erfolgreiche. Zu seinen Erfolgsgeschichten zählt das Göttinger Biotech-Unternehmen Stage Cell Therapeutics, das 2015 von Juno Therapeutics aufgekauft wurde. Juno Therapeutics wiederum wurde Anfang 2018 vom amerikanischen Biotechkonzern Celgene übernommen – für elf Milliarden US-Dollar.

„Wachstum hat häufig etwas mit Loslassen zu tun“

In seinem Impulsvortrag ging der promovierte Biochemiker auf die Voraussetzungen für eine gelungene Unternehmensgründung ein. So müsse stets abgewogen werden, wie sich die Zufriedenheit des Gründers mit dem Erfolg des Unternehmens verbinden lasse. „Wachstum hat auch häufig etwas mit Loslassen zu tun“, betonte er. Expertise, die im Gründerteam nicht vorhanden sei, müsse von außen hinzugezogen werden. Zudem sei oftmals Fremdkapital nötig. Mit der Abgabe von Unternehmensanteilen schwinde jedoch auch der Einfluss.

Timing bei der Investorensuche „entscheidend“

„Das Wertvollste für ein Start-up kann es sein, bestimmte Dinge nicht zu tun“, so Germeroth. In vielen Start-ups gebe es viele Ideen. Deren Finanzierung sei jedoch oft schwierig, der Fokus auf eine gezielte Produktentwicklung werde erschwert. Hierzu erläuterte Germeroth, wie wichtig es sei, die richtigen Investoren zu finden. Auch sei das Timing bei der Investorensuche entscheidend. Zudem dürften Start-ups das Technologiefenster nicht verpassen, in dem ihre Idee noch einen Marktvorsprung habe. Der Referent empfahl, ab und zu aus Investoren-Perspektive auf das eigene Unternehmen zu schauen. Gespräche seien ebenso wichtig – mit erfolgreichen Unternehmern, potenziellen Kunden und Multiplikatoren.

Hilfe für Start-ups im Gründungsprozess

Im Gründer-Zentrum des Südniedersachen-Innovationscampus (SNIC) werden Start-ups aus der Region für rund sechs Monate im Gründungsprozess unterstützt.

Von Markus Riese

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