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Regional Sartorius Göttingen verzeichnet Wachstum bei Umsatz und Gewinn
Nachrichten Wirtschaft Regional Sartorius Göttingen verzeichnet Wachstum bei Umsatz und Gewinn
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00:25 05.03.2015
Bilanz-Pressekonferenz mit Vorstandsvorsitzendem Joachim Kreuzburg.
Bilanz-Pressekonferenz mit Vorstandsvorsitzendem Joachim Kreuzburg. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

Der Konzenumsatz stieg – wechselkursbereinigt und ohne zwischenzeitlich verkaufte Industriewaagengeschäft – auf 891,2 Mio. Euro (+12,6%). Der operative Gewinn (EBITDA) erreichte  186,8 Mio. Euro (+15,1%).

„Wachstums- und Ertragsmotor war erneut die Sparte Bioprozesslösungen, die auf Einwegprodukte für die Herstellung von Biopharmazeutika konzentriert ist“, berichtete Kreuzburg. Neben einer „sehr guten organischen Entwicklung“ trugen zwei Firmenzukäufe, TAP Biosystems und das bereits 2012 erworbene Zellkulturenmediengeschäft des Schweizer Lonza-Konzerns, zum Wachstum bei. Der Umzatz in diesem Bereich stieg auf 615,6 Mio. Euro (+18,5%). Die Laborsparte wuchs aufgrund einer Bereinigung des Portfolios um Produkte, die Sartorius als nicht strategisch einstuft, deutlich schwächer. Der Umsatz in diesem Bereich stieg auf 275,5 Mio. Euro (+1,4%). Ohne die Bereinigung wären es zwei Prozent mehr gewesen, führte Kreuzburg aus.

Besonders kräftig legte das Konzerngeschäft in Nordamerika zu (+32%), nicht zuletzt durch die Zukäufe. In dieser Region, wo weltweit am meisten Biopharmazeutika produziert werden, sei noch „viel Platz nach oben“, so der Manager. Der Umsatz in Europa nahm um 6,6 Prozent, in Asien um 10,9 Prozent zu. Auch in Asien sieht der Unternehmer „großes Wachstumspotenzial“. So werde China, das erst seit fünf Jahren Biopharmazeutika nach den internationalen Standards produziere, davon profitieren, dass Patente für umsatzstarke Präparate ausliefen.

Der Konzernnettogewinn kletterte auf 73,7 Mio. Euro (+13,8%). Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung, die am 9. April zusammentritt, eine Dividende von 1,08 Euro je Vorzugsaktie (2013: 1,02 Euro) und von 1,06 Euro je Stammaktie (21013: 1 Euro) vor. Für Forschung und Entwicklung (F&E) gab Sartorius im vergangenen Jahr 50,4 Mio. Euro aus (F&E-Quote von 5,7 Prozent). Die Investitionen erhöhten sich auf 80,9 Mio. Euro (Investitionsquote von 9,1 Prozent). So wachsen die Produktionskapazitäten, vor allem durch den Ausbau der Filterproduktion in Göttingen. Die Konzernzentrale wird zusammengeführt und erweitert.

Zum Jahresende beschäftigte der Konzern 5611 Beschäftige (+8,8%). 200 Personen kamen dabei durch Akquisitionen zum Konzern dazu. In Göttingen stieg die Zahl der Mitarbeiter um 50 auf 1997 Personen.

Auch für 2015 rechnet Sartorius mit deutlichem, profitablen Wachstum. Der Umsatz soll um 4 bis 7 Prozent zulegen. 10 Prozent des Umsatzes will das Unternehmen investieren. Sartorius plant den E-Commerce stärker auszubauen, insbesondere im Labor-Bereich. Das Messegeschäft wird entsprechend heruntergefahren.

Von Michael Caspar